Katerstimmung

und Katzenjammer, aber auch heroisches Miauen und harmonisches Schnurren – eine Welt der Gefühle und Stimmungen im Reich der Katzen und Kater – alles dies bietet eins der erfolgreichsten Musicals überhaupt – Cats.
Eigentlich wollte der britische Komponist Andrew Lloyd Webber nur ein paar Gedichte aus dem in England sehr populären Buch „Old Possum’s Book of Practical Cats“ vertonen, das der englische Lyriker Thomas Stearns Eliot für Kinder geschrieben hatte. Nicht vorhersehbar gewann das Projekt aber eine Eigendynamik. Denn unerwartet brachte die Witwe Eliots noch unveröffentlichte Gedichte zu einem Festival mit, auf dem die ersten fertigen Lieder zu hören waren. Das spornte den Komponisten nun an, gemeinsam mit einem Regisseur ein abendfüllendes Stück auf die Bühne zu bringen. Im Verlauf der Proben zur Uraufführung kam es überdies noch zu einer entscheidenden Ergänzung. Denn der Regisseur war der Meinung, dass die Dramaturgie des Stückes einen emotionalen Höhepunkt benötige. Auf seinen Wunsch hin schrieb Webber das Stück Memory („Erinnerung“). Für den Text wurden Verse und Ideen aus „Rhapsody on a Windy Night“ verwendet, einem bereits 1911 geschriebenen Gedicht Eliots, das in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit Old Possum’s Book steht. „Memory“ wurde zu einem internationalen Hit und das Bühnenstück ein voller Erfolg. Es wurde allein in London von 1981 bis 2002 an 9000 Abenden aufgeführt. Doch ebenso in New York am Broadway und auch hier in Stuttgart wurde es über Jahre hinweg vom Publikum eifrig beklatscht.
Der Komponist, dem wir das alles zu verdanken haben und der 1997 als Baron in das britische Oberhaus (House of Lords) aufgenommen wurde, feiert am 22. März seinen 70-sten Geburtstag. Ein paar Tage zuvor findet unsere

Generalversammlung
am Sonntag den 18. März von 11:00 – 13:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim).

statt.
Und noch etwas hält der März für uns parat, nämlich

Gunnar Dieth und seine Egerländer 7

beim Event

Wein & Blech
am 03.März 2018 von 19:00 – 22:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)

eine Weinprobe mit besten Noten.
Eintrittskarten zum Preis von 49,- EUR kann man beim Wirt Florian Lübbe im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim) erwerben.

Guggenmusik

Einem Nichtschwaben erschließt sich das Wörtle Gugg nicht so ohne weiteres. Hörte er im Laden „Brauchet Se a Gugg?“ – „Noi, i hab mei Tasch derbei“, würde ihn das wohl ratlos aussehen lassen, bis man ihm erklärte, dass mit Gugg eine Tüte gemeint ist. Nun ja, während
Sprachwissenschaftler noch überlegen, woher dieses Wort stammt, denken wir schon mal an den Zusammenhang mit der Musik nach. Vielleicht hatte jemand vor langer Zeit den Einfall, sich aus Papier eine Tröte zu rollen und mit ihr Musik zu imitieren, die auch nicht ganz akademisch klingen musste. Wer weiß.
Sicher ist, dass es bereits im 16. Jahrhundert im süddeutschen und alemannischen Raum den Brauch gab, am Ende des Winters zur Karnevalszeit mit Rasseln, Blecheimern und Kuhhörnern Wintergeister zu vertreiben. Damit dies nachhaltige Wirkung hatte, sollte die Musik schräg, laut und jämmerlich sein. Für die entsprechende Optik sorgten Fratzen, Masken und  Lumpenkostüme.
Heute ist die Guggenmusik ein fester Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Ihr typischer Sound, nämlich kräftige Rhythmen unterlegt mit einer auf sehr spezifische Art gekonnt „falsch“ und „schräg“ gespielten Blasmusik ist ebenso bei Umzügen und Festen in der
Schweiz zu hören. Das war aber nicht immer so. Als im Jahre 1874 erstmals eine Blaskapelle zum „Morgestraich“ in Basel mitmarschierte, wurde zunächst heftig und laut dagegen protestiert. Erst zehn Jahre später gab es eine behördliche Erlaubnis dafür. Erstmals ist der Begriff „Guggenmusik“ an der Basler Fasnacht von 1906 belegt.
In der Gemeindehalle in Bittenfeld wird es in diesem Jahr wegen des Umbaus still bleiben. Wer seinen Kindern dennoch Spaß ermöglichen möchte, der lässt sie beim

Kinderfasching
am Samstag den 10.Februar
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)

ausgelassen tanzen und fröhlich sein. Los geht es genau um 14:11 Uhr. Einlass ist bereits ab 13:45 Uhr. Abends ab 20:00 Uhr können dann auch die Großen zeigen, was sie von Spaß verstehen, der ja bekanntlich eine ernste Sache ist.
Gekonnt und harmonisch wird die Musik sein, die

Gunnar Dieth und seine Egerländer 7

erklingen lassen, wenn man beim Event

Wein & Blech
am 03.März 2018 von 19:00 – 22:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim).

ein paar ausgesuchte Tropfen probieren kann.
Eintrittskarten zum Preis von 49,- EUR kann man beim Wirt Florian Lübbe im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim) erwerben.

World Brass

World Brass – was für ein Name. Was für ein Anspruch. Nun mithin einer, der sich erfüllt. Das Ensemble, das sich mit dem Titel World Brass schmückt, besteht aus Musikern der ganzen Welt von Australien bis Kanada. Mit ihrem Publikum unterhalten sie sich in der Weltsprache Musik.
Damit sind sie sehr gut zu verstehen. Ihr aktuelles Programm „No strings attached“, mit dem sie nicht weit von Bittenfeld in Ludwigsburg gastierten, formuliert sie quasi zum Gegenentwurf zu André Rieu. „No strings attached“ steht im Englischen für „bedingungslos“ kann aber genauso
mit „keine Streicher dabei“ übertragen werden. Ehrlich gesagt, ist noch nicht mal ein einziger Holzbläser mit von der Partie. Und im Gegensatz zum populären Walzersound eines André Rieu lassen diese Brasser (Blechbläser) statt opulent präsentierter Klassikhits ungewöhnliche Werke
erklingen, die zum Teil extra für sie komponiert wurden.
Andere Stücke graben sie an den ungewöhnlichsten Orten aus, wie zum Beispiel das Werk „Meteor“. Es ist ein Titel der nicht sehr bekannten finnischen Gruppe Käytävä Aisle, deren Mitglieder Instrumente wie Harmonika, Geige und Gitarre spielen. Jedenfalls ist es ein äußerst spannendes Arrangement, diese Klangwirkung in Blechblasmusik zu übertragen. Wer mal reinhören möchte, kann dies auf YouTube tun.
Was man beim Hören dieser Musik spürt, ist, dass die Harmonie nicht nur in den Noten stehen darf. Sie muss sich ebenso im Zusammenspiel der Musiker manifestieren. Für das klangliche Gesamterlebnis müssen Ambitionen auf solistische Verwirklichung hinten anstehen. Stellen sich die Musiker in den Vordergrund bleiben sie ein Haufen Solisten und bilden eben kein Ensemble.
Unser Musikverein pflegt diese Art Musik nicht. Aber lernen können wir trotzdem von World Brass. Unser eigenes nächstes musikalisches Ziel ist erstmal die festliche Umrahmung der Konfirmation in der Ulrichskirche am 29.April mit schöner und feierlicher Musik. Weil Reisen
aber nun mal in jedem Fall bildet, lohnt sich eine Exkursion in diesen Bereich der Weltblechblasmusik – World Brass.
Wer nicht ganz so weit reisen möchte, der kann aber schon bald in Bittenfeld neue Eindrücke für die Ohren den Gaumen sammeln, nämlich bei

Wein & Blech
am 03.März 2018 von 19:00 – 22:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim).

Für die guten Tropfen sorgt der Wirt, für die Wohlklänge

Gunnar Dieth und seine Egerländer 7

Eintrittskarten zum Preis von 49,- EUR kann man beim Wirt Florian Lübbe im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim) erwerben.

Wie entsteht Musik?

Die allereinfachste Antwort, indem man sie mit einem Smartphone abspielt oder im Radio dudeln lässt, lassen wir hier gleich beiseite. Denn selbstverständlich ist klar, dass man Musik zuerst erzeugen, also spielen oder singen muss. Ist also der Interpret derjenige, der Musik erschafft?
Nein, mögen manche einwenden, schließlich wird Musik ja nach Noten gespielt, die zuvor ein Komponist zu Papier gebracht hat. Nun beide Seiten haben Recht und doch ist es noch viel komplizierter.
Ganz am Anfang standen wohl Rhythmen und später Melodien, die von Hand zu Ohr und Mund zu Mund weitergegeben wurden. Nach der Erfindung der Notenschrift konnten geübte Musiker auch Stücke spielen, die sie nie zuvor gehört hatten. In der Musik, die wir in unserer Zeit die Klassische nennen, war und ist es zweifellos immer noch der Komponist, der darüber bestimmt, was wir hören. Denn zusätzlich zu den Noten machte er Vorgaben zu Tempo, Ausdruck und Besetzung. Nicht umsonst hören wir noch heute im Konzert zum Beispiel Mozart, Beethoven oder Bach, im Grunde egal wer da spielt.
Bei der modernen Musik ist die Situation eine andere. Spricht man über die angesagten Hits und Quotenstürmer, nennt man die Interpreten, die Sänger, die Band. Über die Komponisten beziehungsweise die Songschreiber wissen eigentlich nur die Szenekenner Bescheid. Und das ist im gewissen Maß auch gerechtfertigt, denn schließlich sind es die Bühnenpräsenz, die Show und die Videos der Künstler, die „ihre“ Musik bei uns einprägen. Man geht also zum Beispiel auf ein Helene Fischer Konzert, eigentlich egal wer der Komponist ist, dessen Songs aufgeführt werden.
Wie es in Zukunft werden wird, ist schwer zu sagen, weil es heutzutage alles andere als kompliziert ist, sich Musik kostenlos zu beschaffen. Doch wo die Einen „gewinnen“, verlieren die Anderen, in diesem Fall die Künstler, Komponisten und Interpreten. Es nicht leicht, mit Tonträgern Geld zu verdienen.
Livemusik hat immer noch ihre Liebhaber. Etwas Besonderes aus dieser Rubrik wird bald in Bittenfeld geboten, nämlich

Wein & Blech
am 03.März 2018 von 19:00 – 22:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim).

Für die guten Tropfen sorgt der Wirt, für die Wohlklänge Gunnar Dieth und seine Egerländer 7.
Eintrittskarten zum Preis von 49,- EUR kann man beim Wirt Florian Lübbe im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim) erwerben. Allerdings ist die Anzahl der Karten begrenzt und ein großer Teil bereits verkauft.

In vinum veritas

Auch wenn Latein in der Umgangssprache nur noch selten gesprochen wird und außer bei den Medizinern und Biologen selbst in der Wissenschaft nur noch selten Anwendung findet, können die meisten Menschen mit diesem Spruch etwas anfangen. Wobei man über die Auslegung von „Die Wahrheit ist im Wein“ sicher vortrefflich streiten kann. Ein Winzer zum Beispiel wird wahrscheinlich argumentieren, dass die Qualität seines Produktes für seine Anstrengungen spricht. Während ein Zecher nie um einen Vorwand verlegen ist.
Wie dem auch sei, als Musikverein interessiert uns selbstverständlich, was Musik und Wein gemein haben. Schließlich haben wir ja auch entsprechende Stücke in unserem Repertoire. Tja und Lieder, die den Wein besingen, gibt es in allen Sprachen und aus jeder Epoche.
Doch da ist noch mehr. So hat sich der kalifornische Weinproduzent Clark Robert Smith bereits vor über zehn Jahren mit dem Einfluss der Musik bei Weinverkostungen beschäftigt. Am Anfang stand die Frage, welche Musik wohl besser zu einem feinen Napa Valley Cabernet passe:
Mozart oder Metallica? Nach dem Test von 150 verschiedenen Weinen mit 250 verschiedenen Songs auf Harmonien und Unstimmigkeiten kam er zu überraschenden Erkenntnissen. Zum einen meint er nun, dass Musik den Geschmack der Weine verändert. Was auch die meisten seiner Probanden bestätigen. Zum anderen fand er heraus, dass jeder Wein nur mit seiner
spezifischen Musik harmoniert. Zitieren wir ihn doch kurz „Rotweine benötigen entweder Musik in Moll oder Musik, die negative Emotion hat. Sie mögen keine leichte Musik. Teure Rotweine mögen keine Musik, die ein Lächeln auslöst. Pinots mögen sexy Musik. Cabernets mögen
aufwühlende Musik. Es ist sehr schwer, ein Musikstück zu finden, das sowohl für Pinot und als auch für Cabernet gut ist.
Wer jetzt Lust bekommen hat, seine eigenen Studien auf diesem Feld der Erkenntnis durchzuführen, für den bietet sich tatsächlich in Bälde und sogar hier in Bittenfeld die
Gelegenheit dazu. Eine Neuauflage der gelungen Veranstaltung

Wein & Blech
gibt es am 03.März 2018 von 19:00 – 22:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim).

Für die guten Tropfen sorgt der Wirt, für die Wohlklänge Gunnar Dieth und seine Egerländer 7.
Eintrittskarten zum Preis von 49,- EUR kann man beim Wirt Florian Lübbe im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim) erwerben.
Einen kleinen Haken gibt es. Die Anzahl der Karten ist limitiert und ein großer Teil bereits verkauft. Man sollte sich also für die Entscheidung nicht allzu viel Zeit lassen.
Zum guten Abschluss hier noch etwas zum Nachdenken:

In musicum passio.

2017

Ach je, nun ist 2017 schon wieder Geschichte und wir sind mittendrin im neuen Jahr. Naja, vielleicht sind wir noch nicht in der Mitte, doch der Alltag hat die Meisten von uns nach dem Jahreswechsel bereits wieder eingeholt. Was bleibt von den Feiertagen? Erinnerung. So wie vom ganzen Jahr 2017 Erinnerungen und Geschichten bleiben werden.

Und somit sind auch wir im neuen Jahr angekommen, denn Musik und Erinnerungen bilden ein engeres Paar, als Viele glauben. Schon der englische Naturforscher Charles Darwin (1809 – 1882) begründete nicht nur die Abstammungslehre sondern fand heraus: „Die Musik hat eine wunderbare Kraft, in einer unbestimmten Art und Weise die starken Gemütserregungen in uns wieder wach zu rufen, welche vor längst vergangenen Zeiten gefühlt wurden.“

Es ist schon bemerkenswert, woran dieser Mann seine Gedanken hing, wenn er sich nicht mit den Gelehrten und Geistlichen seiner Zeit anlegte. Vielleicht hatte er sich auch von Anne Louise Germaine de Staël (1766 – 1817) inspirieren lassen, die sich – ungewöhnlich für eine Frau in jener Zeit – stark in der Politik und zwar gegen Napoleon engagierte, so dass sie ein Leben zwischen Exil, Flucht und Hausarrest führte. Sie hinterließ uns jedenfalls ihre Einsicht „Nichts ruft die Erinnerung an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.“ Dem bleibt nichts hinzuzusetzen.

Dass Melodien und Lieder der Kindheit letzte Brücken zur Vergangenheit für Demenz- und Alzheimerkranke bilden wurde an dieser Stelle ebenso thematisiert.

So soll denn nun die Überlegung den Abschluss bilden, dass uns erst unser Gedächtnis erlaubt, aus einer Folge gehörter Töne eine Melodie zu bilden. Anders ausgedrückt, ohne Erinnerung keine Musik und Musik macht Erinnerungen so wunderbar.

In diesem Sinne ziehen wir also aus, das frisch begonnene Jahr ebenfalls mit köstlichen Erinnerungen zu füllen wie zum Beispiel jene zu unserem Jahresauftakt mit Musik, jener in diesem Jahr nicht ganz so winterlichen Wanderung.

Der Musikverein „Frei weg“ wünscht allen Bittenfeldern ein Jahr voller Gesundheit und glücklicher Momente.

Die Königin der Instrumente

Es gibt Themen, an denen kann man als Musikliebhaber nicht einfach vorbeigehen. Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Beitrag zum Blättle geschrieben wurde, war die Nachricht noch ganz frisch, dass die Orgelmusik und der Orgelbau in Deutschland zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurden. Dabei ist dieses Instrument, welches aus zig einzelnen Pfeifen besteht, noch nicht mal eine deutsche Erfindung, sondern Ägypter waren es vor gut 2000 Jahren.

Orgeln jeglicher Größe und Nutzung gibt es in der ganzen Welt. Was unsere Heimat vor anderen adelt, ist aber die Vielgestaltigkeit der einzelnen Orgellandschaften. Sie entstand aus der starken politischen und religiösen Zersplitterung in der Zeit der absolut herrschenden Barockfürsten. Was seinerzeit den kulturellen Austausch behinderte, führte zu ganz selbstständigen Überlieferungen an Orgelbaustilen in nördlichen, mittleren und südlichen Landen des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation. Denn je nach Konfession gab es unterschiedliche Aufführungspraxen und damit verbunden Kompositionen. Das Beste ist, dass diese Traditionen heute lebendig sind. Dafür sorgen 3.500 hauptamtliche und zehntausende ehrenamtliche Organisten. Einige davon sind auch in Bittenfeld tätig. Hier ist nun Gelegenheit den Damen und Herren für ihr Engagement zu danken.

Darum, dass diese komplizierten Instrumente immer ihren Klang entfalten können, kümmern sich 1.800 Handwerker in immerhin 400 Orgelbaubetrieben. Sie haben viel zu tun denn bundesweit gibt es – man glaubt es kaum – ca. 50.000 Orgeln.

Doch genug der Zahlen, hier vielleicht noch zwei Fakten, die unsere nähere Heimat mit Stolz erfüllen können. Die einzige Berufsschule nämlich, an der man den Beruf des Orgelbauers erlernen kann, ist die Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg. Und in der nicht gar so entfernten Landeshauptstadt, konkret an der Hochschule für Musik gibt es eine Orgelsammlung, in der man diese gerade ausgezeichnete Vielfalt erfahren kann unter anderem mit der „sensiblen Strengen aus dem Norden“, „ihrer mitteldeutsche Cousine“, der „gemütvollen Elsässerin“ und der „molligen Schwäbin.“ Letztere wurde in Ludwigsburg gebaut von Eberhard Friedrich Walcker, dem wichtigsten deutschen Orgelbauer um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mit dem Wunder der Orgel kann eigentlich nur die menschliche Stimme mithalten. Wie schön die erklingen können, werden uns die Damen des Chores poco loco erleben lassen mit Musik zur Vorweihnachtszeit Am

17.Dezember um 17:30 Uhr
in der Ulrichskirche

wenn beim lebendigen Adventskalender eine weitere Tür mit geöffnet wird. Musiker des Musikvereins werden sich am Programm ebenfalls beteiligen.

Besondere Klänge

Nun ist sie wieder da die Zeit der besonderen Klänge, in der süßer die Glocken nie klingen. Das gilt nicht nur für die Ladenkassen, die jetzt im Jahresendspurt recht eifrig klingeln sollen. Allenthalben werden nun die vorfestlichen Nachmittage und heimeligen Abende zelebriert. Da werden Plätzchen gereicht. Punsch und Glühwein finden nun wieder ihre Liebhaber. Doch genauso die festliche Musik, sie hat derzeitig wieder Konjunktur. Selbstverständlich gibt es in Bittenfeld ebenfalls Gelegenheit, diese schöne Zeit der Vorfreunde auf das kommende Fest auszukosten. Der Musikverein „Frei weg“ zum Beispiel lädt ein zur

Jugend-Weihnachtsfeier
Samstag 09.Dezember um 15:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)

Neben der Jugendkapelle werden die jungen Musiker der Bläserklasse und überhaupt alle Kinder und Jugendlichen, die bei uns im Verein ein Instrument erlernen, die Gelegenheit haben, ihr Können einem Publikum in Adventsstimmung vorzuführen. Dafür, dass neben den Ohren ebenso Zunge und Gaumen verwöhnt werden, sorgt das Team des Restaurants am Zipfelbach.

Musik zur Vorweihnachtszeit, das können die Damen des Chores poco loco auch. Am

17.Dezember um 17:30 Uhr
in der Ulrichskirche

ist es wieder soweit, wenn beim lebendigen Adventkalender eine weitere Tür mit Singen und Musik zum Advent geöffnet wird. Musiker des Musikvereins werden sich am Programm beteiligen.

Einzig in der Natur zieht nun Stille ein. Über den Wipfeln wird Ruh. Das liebesfröhliche Gezwitscher der Vögel, das geschäftige Summen und Brummen über den Blumenwiesen, selbst das kräftige Röhren der Hirsche müssen nun bis zum neuen Jahr warten. Nur der Wind pfeift seine ewigen Melodien um die Gipfel und am Meeresstrand singen die Wellen mit Tosen ihre Lieder ungestört vom Lärmen und Kreischen der Badenden. Es hat eben jede Zeit ihre besonderen Klänge.

Wo waren wir doch gleich stehen geblieben?

Ach ja, das Jahreskonzert ist vorbei. Für ein Orchester ist ein gelungener Auftritt auch immer eine Zäsur. Noch in der Festzeltsaison hatten die Vorbereitungen begonnen. Es wurden die ersten Stücke rausgesucht. Und Noten wurden verteilt, damit man die schwierigen Passagen ausführlich üben kann. Alle Anstrengung waren auf den einen Abend ausgerichtet. Wenn es vorbei ist, fällt auch die Anspannung. Doch ein gutes Team berappelt sich schnell. Die Musikstunde vergangene Woche war jedenfalls gut besucht, denn der Jahresendspurt fordert uns noch. Da ist zum einen für unseren musikalischen Nachwuchs die

Jugend-Weihnachtsfeier
Samstag 09.Dezember um 15:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)

Dort hat die Jugendkapelle schon bald ihren nächsten Auftritt, genauso wie die Bläserklasse. Überhaupt bekommen alle Kinder und Jugendlichen, die bei uns im Verein ein Instrument erlernen, die Gelegenheit, ihr Können einem interessierten Publikum zu zeigen. Insgesamt soll das für die Besucher ein schöner Nachmittag werden. Das Team des Restaurants am Zipfelbach wird dafür sorgen, dass nicht nur die Ohren auf ihre Kosten kommen.

Musiker der aktiven Kapelle werden den Damen des Chores poco loco zur Seiten stehen wenn am

17.Dezember um 17:30 Uhr
in der Ulrichskirche
beim lebendigen Adventkalender

eine weitere Tür mit Singen und Musik zum Advent geöffnet wird. Eine festliche Stimmung ist Programm an diesem letzten Sonntag vor dem Heiligen Abend, an dem wir selbstverständlich auch wieder in Bittenfeld mit weihnachtlichen Weisen präsent sein werden.

Hm, noch ein volles Programm in den letzten Wochen des Jahres. Aber wo waren wir eigentlich in der letzten Ausgabe des Blättles stehen geblieben? Richtig, bei der Entdeckung der Oboe in unseren Reihen. Als Instrument ist die Oboe ein Kind des Barock. Ihre Ahnen waren die Schalmein. Das Mittelalter hinweg wurden diese gerne benutzt, um bei Hofe für Vergnügen zu sorgen. Im Barock mit seinen egozentrischen Herrscherpersönlichkeiten reichte das dann nicht mehr. Für die besonders festlichen Stimmungen wurde die Schalmei zur Oboe weiterentwickelt, der dann Profis zauberhafte Klänge entlockten. Das Können der Berufsmusiker war auch erforderlich, denn das Spiel der Oboe ist nicht leicht. Mit dem Erstarken bürgerlicher Kultur und dem Ende des Barock geriet dieses Instrument denn auch bald in Vergessenheit. Das heißt nicht ganz. Hatte ein Oboist das Glück, einen Komponisten besser zu kennen, dann konnte dieser Umstand auch mal in ein „Konzert für Oboe und kleines Orchester (D-Dur)“ münden, wie jenes das Richard Strauss für seinen Freund schrieb.

Heute ist die Oboe zurück, wenn auch nicht so populär. Jedoch Musiker wie Peter Gabriel (Genesis), Art Garfunkel und Roxy Music haben dieses markant klingende Holzblasinstrument zur klanglichen Bereicherung Ihrer Werke gerne eingesetzt.

Reise, Reise

… ist ja ein alter Seemannsweckruf. Er ertönt, wenn ein neuer Tag voller Abenteuer beginnt.

Reise, Reise war auch der unausgesprochene Kompass durch unser diesjähriges Herbstkonzert. Gerade die Bittenfelder Jugendkapelle hat uns in wunderbarer Weise die Vielfalt dieser Welt gezeigt. Unter sachkundiger Führung durch Claudia Kranich erklangen Melodien und Rhythmen aus der amerikanischen Prärie, dem immergrünen Irland, der weiten Steppe der Kosaken und obendrein aus Afrika.

Im Programmteil der aktiven Kapelle war der weltumspannende Aspekt vielleicht nicht so offensichtlich. Aber doch ja, es gab unter Anderem Beiträge vom Donaustrand, aus dem Land der Mittsommersonne, der Stadt der Liebe und Leidenschaften und schließlich sogar als Höhepunkt exotische Klänge aus Kolumbien, dem Land zwischen heißer Karibik und kühlem Hochland. Unser Dirigent Juan Mauricio Bahamón Jaramillo hat mit uns ganz ungewöhnliche Facetten des Musikglobus zum Leuchten gebracht.

Doch auch zur schönsten Reise gehört eine Wiederkehr. Und gerade diese ist dann besonders angenehm, wenn man von lieben Menschen erwartet wird. In diesem Sinne fühlen wir uns von unserem Publikum reichlich verwöhnt.

So brachten die Bittenfelder Musikfreunde neben Kunstverstand ebenso viel Neugier mit, sich die Klänge der Welt um die Nase, besser gesagt um die Ohren wehen zu lassen. Gedankt haben sie es den Musikern mit reichlich Applaus. Für diese warme Anteilnahme möchten selbstverständlich auch wir Danke sagen.

Dank gebührt gleichfalls unserem Expeditionsführer. Harald Wenig hat mit seinen erklärenden Worten dem verständigen Genuss erst die Bahn bereitet.

Schließlich, was wäre eine Reise ohne dienstbare Geister! Ohne sie läuft an Bord rein gar nichts. Darum liebe fleißige Helfer, wir danken Euch Allen herzlich für Euer Engagement.

Haben wir noch etwas vergessen? Ach ja, von einer Reise bringt man ja immer etwas mit. Sei es ein Souvenir, ein tolles Foto, ein unvergesslicher Moment oder eine neue Entdeckung. Selbst damit können wir aufwarten. Denn auch bei uns gab es etwas zu entdecken. Vielleicht konnte es nicht jeder sehen, aber zu überhören war die besondere Klangfarbe auf keinen Fall, mit der eine Oboe diesem Konzert eine geheimnisvolle Würze gab.

Doch nun geht es auf zu neuen Ufern. Wir nehmen jetzt Kurs auf unsere

Jugend-Weihnachtsfeier
Samstag 09.Dezember um 15:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)