Juni, oh Juni

es fehlten nur noch ein paar Stunden bis zum magischen Mitsommer, da zeigte der Juni, was in ihm steckt – jede Menge Energie nämlich. Die entlud sich in einem wahrhaftigen Unwetter mit Hagel und allem Drum und Dran am vergangenen Donnerstag über Bittenfeld. Wohl dem, der zu diesem Zeitpunkt ein Dach über dem Kopf hatte. Die Besucher des Festes der katholischen Kirchengemeinde jedenfalls wurden schon ein bisschen erschreckt.

Zum Auftakt an diesem Tag suchten die Besucher gleichwohl ebenfalls ein Dach über dem Kopf, allerdings um ein wenig Schatten zu erhaschen. Während des Gottesdienstes unter freiem Himmel war es bereits ziemlich heiß. Trotz dieser nicht einfachen Umstände haben wir aber für die festliche Umrahmung des Gottesdienstes unser Bestes gegeben. Den Höhepunkt unseres Auftritts bildete dabei unsere Interpretation des Kanons in D-Dur von Pachelbel. Extra dafür hatten wir sogar drei Pauken mitgebracht. So war allein die Anlieferung und Abholung aller Instrumente für unseren Schlagzeuger eine logistische Herausforderung, für die ein Kfz nicht genügte.

Doch für gute Musik sollte man keine Herausforderung scheuen. Dazu gehört auch disziplinierte Probenarbeit. Wer sich dem anschließen möchte, dem empfehlen wir folgende Termine

Bläserklasse
donnerstags von 18:15 bis 19:15 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der Jugendkapelle
freitags von 18:30 bis 19:30 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Der neue Blockflötenkurs wird ab Sommer immer mittwochs stattfinden.

Ehrungen

Es gibt Orte in dieser Welt, da wurde Geschichte geschrieben. Es gibt Orte in dieser Welt, die sind Geschichte und vergessen. Es gibt aber auch Orte, da scheint die Zeit keine Rolle zu spielen. Orte, die aus der Zeit gefallen sind und an denen man auf seltsame Weise den Hauch der Geschichte spürt. Auch Bittenfeld hat solch magische Plätze. Der alte Friedhof gehört dazu. Wenn man sich Zeit nimmt und dort verweilt, kann man ein Bittenfeld erleben, das bereits früheren Generationen vertraut gewesen sein dürfte.

Nicht weit davon – in der Zehntscheune – konnte man vor einigen Tagen eine andere hervorragende Seite Bittenfelds bestaunen. Einer guten Tradition folgend, werden einmal im Jahr besondere Bittenfelder geehrt. Dabei sind die Gründe für jene Auszeichnungen vielfältig. Wir vom Musikverein sind stolz darauf, dass wir aus diesem Anlass gerade unsere erfolgreiche Jugendarbeit vorzeigen dürfen. In diesem Jahr waren es 10 junge Bittenfelder Musiker, deren Leistungen gewürdigt wurden.

Julius Gierer, Tamara Schmalzried, Alina Schmidt und Tabea Wolf haben im April 2018 eine Woche Lehrgang mit Prüfung in Praxis und Theorie für das Leistungsabzeichen in Bronze der Bläserjugend Baden- Württemberg absolviert. Dies ist die dritthöchste Auszeichnung für Amateurmusiker im Jugendbereich in Deutschland.

Die zweithöchste Auszeichnung für Amateurmusiker im Jugendbereich in Deutschland, nämlich das Leistungsabzeichen in Silber der Bläserjugend Baden- Württemberg haben Robert Gierer, Monia Schmalzried, Tobias Schmalzried, Jule Weik, Johannes Weik und Eliana Wolf errungen.

Geschenkt bekommt man soetwas nicht. Da stecken viel Fleiß, Engagement und Leistungsbereitschaft drinnen.

Wir gratulieren.

Musik und Felsen

Musik und Felsen sind scheinbar unvereinbar in ihrer Existenz. Schließlich ist der Fels Inbegriff des Stabilen und Unvergänglichen. Er ist so sehr als Sinnbild geeignet, dass jenes in der Bibel an etlichen Stellen in Erscheinung tritt.

Musik dagegen ist nur noch schöne Erinnerung sobald die letzten Takte verklungen sind.

Doch diese Quadratur des Kreises aufzulösen ist – fast wie selbstverständlich – in unserem schönen Bundesland gelungen. Denn ca. anderthalb Autostunden von Bittenfeld entfernt, unweit der Gemeinde Schelklingen wurde in einer Höhle das bisher älteste Musikinstrument der Menschheit gefunden. Es ist eine Flöte. Der Fundort heißt der „Hohle Fels.“

Eine andere nicht minder interessante Verbindung zwischen live gespielter Blasmusik und Gesteinsformationen fand sich am vergangenen Sonntag beim festlichen Gottesdienst zur Konfirmation, bei dem sich diesmal thematisch viel um Felsen drehte. Für uns ist die feierliche Umrahmung dieses wichtigen Tages im Leben unser jungen Mitbürger immer etwas Besonderes, die uns selbst Freude bereitet. In diesem Jahr hatten wir mit dem Stück „No roots“ auch ein spezielles Geschenk für die Konfirmanden dabei, das wohl ganz nach ihrem Geschmack war.

Aber auch uns erwartete eine angenehme Überraschung. Pfarrer Finnern ließ es sich nämlich nicht nehmen, uns sehr ausführlich auch im Namen der Gemeinde zu danken. Bereits bei der nächsten Probe, werden wir uns das Dankeschön auf dem Gaumen zergehen lassen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Das Glück der Tüchtigen

Dem Tüchtigen lacht die Sonne. Auch das wäre eine passende Überschrift für unseren Rückblick auf den 1.Mai gewesen. Das Wetter am vergangenen Wochenende jedenfalls hatte sich wohl irgendwie in der Jahreszeit geirrt. Doch am ersten Tag dieses Monats verwöhnte uns die Sonne über alle Maßen.

Es war ein fabelhafter Tag, an dem sich Kultur in Form live gespielter Musik mit Natur rund um den wunderbar in der Landschaft liegenden Hof der Familie Motzer ein Stelldichein gaben. Wie in den letzten Jahren zeigte sich die Familie Motzer als Gastgeber, wie man sie sich nur wünschen kann. Nicht nur, dass sie uns das Festareal zur Verfügung stellten. Darüber hinaus ackerten sie rastlos bei den Vor- und Nachbereitungen.

Wir sagen herzlichen Dank.

Und gleich geht’s weiter mit Danke sagen, nämlich an die vielen Helfer, Unterstützer, Kuchen- und Tortenspender, auf deren Treue und Engagement wir auch in diesem Jahr wieder bauen konnten. Bei so einem Fest ist es ja wie überall in der Kunst. Es ist harte Arbeit, es ohne Mühe erscheinen zu lassen. Vielen Dank für das grandiose Zusammenspiel.

Schweiß und Harmonie gab es aber nicht nur vor der Bühne. Ebenso im Musikalischen waren sie angesagt. Wer uns kennt, wird bemerkt haben, dass sich unser Repertoire deutlich im Wandel befindet. Zahlreiche neue Stücke präsentierten wir erstmals unserem Publikum. Doch genauso jene, die uns nur selten hören, dürften recht beschwingt unterhalten worden sein. Die Reaktionen, die wir bekamen waren jedenfalls recht positiv und bestärken uns, diese Entwicklung fortzusetzen.

Und schließlich möchten wir uns bei der Gruppe Alb-Express bedanken, die dem Fest in seiner zweiten Halbzeit ordentlich Schwung verliehen.

Gedackte Pfeifen

Musikkenner horchen auf und wissen gleich, worum es geht. Dem allgemeininteressiertem Musikfreund kann man diese speziellen Musikinstrumente aber ebenso leicht vorstellen und erklären.

Eigentlich sind gedackte Pfeifen keine Musikinstrumente für sich, sondern gehören zu Gruppen zusammengefasst zur Königin der Instrumente, der Orgel. Wie bekannt bringt jede einzelne der Pfeifen einer Orgel, wenn sie mit Wind – sprich mit Luft – versorgt wird, einen Ton hervor, der einer bestimmten Tonhöhe und Klangfarbe entspricht. Wie in einem Orchester werden die Gruppen der Pfeifen als Register bezeichnet.

Die Besonderheit der gedackten Pfeifen besteht darin, dass sie einen Deckel haben, also gedeckelt sind. Aufgrund dieser Deckel entstehen in der Pfeife Reflexionen der Schallwellen. Als Resultat dieses physikalischen Effekts ist der von einer solchen Pfeife erzeugte Ton eine Oktave tiefer, als es die Rohrlänge erwarten lässt. Man könnte meinen, dass wohl einem schwäbischen Tüftler diese Kompaktbauweise eingefallen sei. Allerdings beweisen Überreste einer antiken mit Wasserdruck betriebenen Orgel (Hydraulis) in Aquincum aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., dass dies so nicht stimmt. Denn Aquincum ist der Name der antiken römischen Stadt, die an der Stelle des heutigen Budapests lag, weit entfernt von Bittenfeld.

Nunja, tröstlich ist wenigstens der Gedanke, dass es in vielen Orgeln ein separates Trompetenregister gibt, wie in unserer aktiven Kapelle. Allerdings ist die Spieltechnik grundverschieden. Im Gegensatz zur Orgel nämlich, bei der ein Spieler allein über den Wohlklang entscheidet, müssen sich in unserem Orchester alle Musiker in Harmonie üben. Doch gerade das gemeinschaftliche Musizieren ist ja der besondere Reiz. Wer das erleben möchte, der ist bei uns gut aufgehoben.

Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Darüber denkt man meistens gar nicht nach …

und doch ist es so, dass die Quellen zwar unaufhörlich sprudeln, jedoch nicht jeder Tropfen das Meer erreicht. Was uns aus der Anschauung der Natur so selbstverständlich erscheint, ist auch im Kunstbetrieb ein ehern wirkendes Gesetz. Um hier bei der Musik zu bleiben; keiner sollte glauben, dass sich je ein Komponist daran gemacht hätte, ein Werk für die Ewigkeit zu schreiben. Sicherlich träumt der eine oder andere beim Komponieren vom bleibenden Ruhm. In der Regel sind es doch aber ganz naheliegende Gründe, die am Anfang des Musikschaffens stehen.

Zuerst einmal muss auch ein Künstler seinen Lebensunterhalt bestreiten. Deshalb sollte man den Anteil der Musikstücke, die als Auftragswerke entstanden und entstehen, nicht unterschätzen. Vor nicht allzu langer Zeit waren es Plattenfirmen, die Musiker unter Vertrag nahmen, um ihrerseits das möglichst große Geschäft zu machen. Heute ist die Verwertung über das Internet etwas komplizierter und für Künstler unberechenbar. Einnahmen aus Kompositionen für Reklamezwecke oder die Filmwirtschaft, ja selbst für den Geräuschteppich im Lift oder Kaufhaus sind dagegen regelrecht sicher. Allerdings wird von diesen Werken wohl wenig ins Gedächtnis der Menschheit übernommen.

Doch so neu ist das alles nicht. Selbst Musikgrößen wie ein Johann Sebastian Bach – an den wir uns erinnern, weil sich erst am Donnerstag vergangener Woche sein Geburtstag jährte – hat in seinem Erwerbsleben etliche Musik geschrieben, die eigentlich nicht für unser ergriffenes Lauschen im Konzertsaal gedacht war, sondern „ganz einfach“ für die Vertonung eines Geburtsgedichtes für eine erlauchte Persönlichkeit. In seiner frühen Leipziger Zeit als Thomanskantor hat Bach beinah wöchentlich eine Kantate verfasst. Viele dieser Werke sind verschollen und vielleicht nur ein einziges Mal gehört dem Vergessen anheimgefallen, so wie die Artikel dieser kleinen Rubrik nur einmal gelesen bald im Sediment unserer Nachrichtenwelt versinken.

Nun zumindest in der Musik gibt es aber einen Jungbrunnen, um die Eingangsmetapher nochmal aufzugreifen. Musik bleibt lebendig, wenn sie gespielt wird, wenn man sich mit ihr auseinandersetzt. Und so sorgt eine Schar großer und kleiner Künstler dafür, dass sich ein breiter Strom musikalischer Ideen unaufhörlich durch unser Leben zieht.

Möglichkeiten Teil der Musikwelt zu sein, gibt es etliche. Naheliegende Chancen bieten die örtlichen Vereine für Gesang und Musik. Der Musikverein „Frei weg“ Bittenfeld ist offen für alle Musikbegeisterten:

Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Communiqué

Communiqué ist ein sehr wohlklingendes Wort mit einer schönen Sprachmelodie, prima passend zu einem Verein, der sich der Pflege und Förderung der Musik widmet. Laut Wikipedia steht der Begriff für eine amtliche oder Regierungsmitteilung über den Verlauf und das Ergebnis eines Besuchs, einer Sitzung oder Verhandlung.

Ehrlich gesagt, brauchen wir unseren Bericht zur Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“ gar nicht so hoch aufzuhängen, denn die Veranstaltung war kurz und bündig.

Einer schönen Tradition folgend nutzten wir den Rahmen, um unsere Jubilare zu würdigen. Wir durften ehren

für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft

            Anita Claus
          Daniel Zenneck

für 20 Jahre fördernde Mitgliedschaft

           Bruno Federhofer
          Wolfgang Federhofer

für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft

            Nicole Haas

für 30 Jahre fördernde Mitgliedschaft

            Werner Näbert

für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft

            Birgit Pfeiffer

für 40 Jahre zuerst aktive und dann fördernde Mitgliedschaft

            Thomas Schmalzried

Selbstverständlich gab es auch Berichte, die das vergangene Jahr aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten. Diese können von allen Mitgliedern, die sich dafür interessieren, aber leider die Versammlung verpasst haben, beim Vorstand eingesehen werden. Außerdem gab es einen Ausblick in das laufende neue Vereinsjahr, das uns einige Herausforderungen bescheren wird. Die wichtigste davon wird sein, uns personell so zu strukturieren, dass der Verein voll handlungsfähig bleibt. Nächstes Jahr finden nämlich Wahlen zum Vorstand statt.

Einmal ist immer das erste Mal

Für die jüngsten Konzertbesucher war es ein phantastischer Einstieg in die Welt der konzertanten Blasmusik. Doch ebenso für manch einen der Älteren mag es ein erstes Mal gewesen sein. Ein erstes Mal vielleicht, dass Blasmusik den musikalischen Gaumen auf diese Weise gekitzelt hat. Selbst für erfahrene Konzertbesucher könnte es ein erstes Mal gewesen sein, das Mitpublikum so überschwänglich begeistert und ganz aus dem Häuschen zu erleben. Zu verdanken haben sie alle dieses Erlebnis 5 Musikern aus Übersee, die gemeinsam das Ensemble Canadian Brass bilden.

Beginnend mit dem Einmarsch der Musikartisten, war die Stimmung im Forum in Ludwigsburg ganz enthusiastisch. Mittendrin haben Bittenfelder Musikfreunde mitgefeiert, denn ein Musikverein ist ja nicht nur zum Musik selber machen da, sondern genauso zum gemeinsam genießen. So hatte sich denn eine Abordnung unseres Vereins auf den Weg zu diesem musikalischen Festmahl gemacht.

Zu genießen gab es bei jenem Bläserdinner einiges. In der Fülle berauschte die Lebensfreude eines Johann Sebastian Bach, die unter anderem in den Brandenburgischen Konzerten ihren Ausdruck fand. Mozarts Ouvertüre der Zauberflöte erfuhr eine wundervolle Wandlung in ein Bläserquintett. Und eine recht eigenwillige Überarbeitung der Oper Carmen verblüffte das Publikum. Mit ihrer ungewöhnlichen Spieldauer von nur 10 Minuten für die komplette Handlung, ihrer minimalistischen aber doch eindeutigen Kostümierungen sowie unerwarteten Akteuren wird sie für die Meisten wohl lange im Gedächtnis bleiben. Gewürzt und abgerundet wurden diese Leckerbissen mit Jazzstandards vom Feinsten.

Wir möchten, dass diese wahrhaft besonderen Erlebnisse möglichst vielen Bittenfeldern zu teil werden. Allerdings ist eine Jahresplanung für solche Events schwierig. Manchmal muss es schnell gehen. Deshalb wollen wir interessierten Vereinsmitgliedern und Mitbürgern die Möglichkeit geben, sich vormerken zu lassen. Über diesen Weg können dann Einladungen zur solchen Veranstaltungen mit kurzem Vorlauf verteilt werden.

Neben diesen Mithöraktivitäten, bleiben wir selbstverständlich unserem Kernanliegen treu und zwar Allen, die gemeinsam musizieren möchten, die Möglichkeit dafür zu eröffnen.

Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Der Lenz klingt

Wer ein feines Gehör hat, der erfreut sich nicht nur an den ersten kräftigen Sonnenstrahlen, sondern der kann den Lenz förmlich hören. In den Gärten ermuntert der Wind viele kleine Glöckchen zu ihrem feinen Spiel. Und mehr und mehr setzen auch schon andere Melodien ein. Noch ist es ein zaghaftes Trillern und Zwitschern. Doch bereits in nächster Zeit werden wir die Balzgesänge unserer gefiederten Mitbewohner in Bittenfeld in ihrer ganzen Vielfalt bewundern dürfen. Und so nimmt es nicht Wunder, dass gerade die Flöte ein äußerst populäres Musikinstrument geworden ist, welches schon in grauester Vorzeit für Freude in den Höhlen und Vergnügen an den Lagerfeuern gesorgt hat.

Als eines der wenigen Instrumente hat es die Flöte sogar in unseren Sprichwortschatz geschafft. Ein kultivierter Mensch nämlich entlockt einer Flöte entzückende Melodien. Einem groben Klotz dagegen muss man erst „die Flötentöne beibringen.“

Egal, ob Frau oder Mann erst am Anfang einer musikalischen Laufbahn stehen oder bereits gekonnt Flöten-, Trompeten- Klarinetten- oder andere Wohlklänge in die Welt hinausposaunen können, bei uns macht es in geselliger Runde auf jeden Fall Spaß

Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Dass Flöten auch noch ganz anders können, hat uns Clemens Brentano (1778-1842) wie folgt überliefert

Hör, es klagt die Flöte wieder,
und die kühlen Brunnen rauschen,
Golden wehn die Töne nieder,
Stille, stille, lass uns lauschen!
Holdes Bitten, mild Verlangen,
Wie es süß zum Herzen spricht!
Durch die Nacht, die mich umfangen,
Blickt zu mir der Töne Licht.

Märchenhaftes

Dass Musik Wunder ermöglichen kann, wird nicht nur durch außergewöhnliche Musikerlebensläufe selbst in der jüngsten Vergangenheit belegt, auch in vielen Geschichten aus grauer Vorzeit wird davon berichtet.

Nehmen wir als Bespiel die Story, der vier älteren Herrschaften. Sie wollten in einer Hansestadt eine Karriere als Band anstreben, brachten aber schon auf dem Weg dahin ruchlose Gesellen zur Strecke. Als einzige Waffen benutzen sie dafür ihre Klugheit, tja und ihre Musik. Leider können wir uns von dem Sound nur vage Vorstellungen machen, denn Instrumente werden in dem Bericht keine erwähnt. Nur die Stimmkraft und die wohl umwerfende Harmonie der Sänger waren letztlich dafür ausschlaggebend, dass sie quasi als Gage eine Immobilie in der Natur erwerben konnten.

Doch ebenso Instrumente allein können sehr wohl im Mittelpunkt magischer Handlungen stehen. So wurde über die Zaubergeige ein Roman verfasst, der nur wenige Jahre später verfilmt wurde.

Interessanterweise gibt es auch eine Oper mit dem Namen Zaubergeige. Komponiert wurde sie von Werner Egk. Die Uraufführung fand 1935 in Frankfurt am Main statt, fünf Jahre bevor der Roman erschien. Wirklich bemerkenswert dabei ist, dass die Oper und der Roman nur den Titel gemeinsam haben. Erzählt werden komplett unterschiedliche Geschehnisse. Aber der Merkwürdigkeiten nicht genug. Fast hundert Jahre zuvor hatte nämlich Jacques Offenbach eine Operette mit gleicher Überschrift verfasst, deren Inhalt sich selbstverständlich sowohl von der Oper als auch dem Roman unterscheidet.

Instrumente, die Musiker unserer Kapelle erklingen lassen, sind genauso im Reich der Märchen zu finden. Die Zaubertrommel von Benedikt Schack gehört zu der Gattung der im 18. Jahrhundert so beliebten deutschen Türkenopern. Der vielleicht berühmteste Vertreter dieser Opernspielart ist jedoch die Zauberflöte, deren Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart nun wirklich ein jeder kennt.

Immerhin auch wir fühlen uns zurzeit von der Fügung verwöhnt, finden sich doch seit Anfang des Jahres gleich drei Mädels in unseren Reihen, die den Flöten zauberhafte Töne entlocken.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach