Archiv des Autors: Musikverein Bittenfeld

Ein neues Kapitel

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Zitat aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“

Jemandem, der der Lyrik etwas abgewinnen kann, dem wird vielleicht der Vergleich des Lebens eines Menschen mit einem Buch gleichsam gefallen. Hier wie dort gibt es einen Anfang und sicher auch ein Ende. Dazwischen liegen Handlungen, manche spannend, andere wiederum scheinbar nicht so sehr. Und an den Stellen, an denen es richtig schön ist, wünscht man sich eine Fortsetzung. 

Dem Musikverein „Frei weg“, Bittenfeld ist es gelungen, ein weiteres Kapitel seiner Geschichte aufzuschlagen. Bei der außerordentlichen Generalversammlung am Donnerstag, den 07. Mai, haben wir einen neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Er heißt Andreas von Besser. In unserem Orchester spielt er Schlagzeug. Doch genauso gut zeigt er sein Können an den Pauken und etlichen anderen Perkussionsinstrumenten. In kleinerer Runde weiß er jedoch ebenso mit seinem Akkordeon zu unterhalten. In seiner vorherigen Heimat hat er in einem Orchester mitgewirkt, das dreimal so groß ist wie unsere aktive Kapelle. Deshalb bringt Andreas von Besser andere Erfahrungen mit und kann neue Impulse in unserem Vereinsleben setzen. Wir wünschen ihm und uns viel Erfolg dabei. Auf jeden Fall müssen alle, denen der Musikverein am Herzen liegt, ihre spezifische Rolle in diesem neuen Kapitel suchen und finden.
Zum Kassier wurde Birgit Pfeifer gewählt.
Auf dieser Generalversammlung war ebenfalls die Zukunft des Musikheims ein Thema. Der Vorstand und der Ausschuss wurden beauftragt, ein Konzept für die weitere Entwicklung des Musikheims zu erarbeiten. Momentan ist der Verein in der Phase eines Pächterwechsels. Dank der Anstrengungen und der Kompetenz von KENDLER Immobilien liegen einige interessante und vielversprechende Bewerbungen vor. 

Der Mai ist gekommen …in Bittenfeld

Der Mai ist gekommen 
der Musikverein tritt auf.
da bleibe, wer Lust hat,
mit Sorgen zu Haus!
Wie die Leute dort wandern
unterm blauen Himmelszelt,
so steht auch uns der Sinn
zum Fest in Bittenfeld

So oder so ähnlich beschwingt kamen viele gut gelaunte Gäste auf den Hof der Familie Motzer zu unserem Maifest, das man in jeder Hinsicht als wirklich gelungen anerkennen darf. Es war eine regelrechte Lustbarkeit für Familien, denn uns besuchten bemerkenswert viele Familien mit größeren und kleineren Kindern, die dem Tag einen besonderen Charme verliehen. 

Freude und gute Stimmung wollten wir verbreiten mit unserer Musik. Und reichlich Spaß hatten wir selber beim Spielen.

Doch wie jeder weiß, ohne Fleiß keine Speis‘ und nichts zu trinken und kein vorbereiteter Festplatz und … Das Engagement und die Hingabe des „Orga“-Teams des Musikvereins sind unglaublich und zweifellos einen extra Applaus wert. Weil den Leserinnen und Lesern an dieser Stelle aber nur ein Kopfnicken bleibt, soll an dieser Stelle ein HERZLICHER DANK in großen Lettern stehen. Nicht unterschlagen wollen wir unsern Dank an die Familie Motzer, die uns einer wundervollen Tradition folgend das Gelände auf ihrem Hof zur Verfügung stellt, und uns stets tatkräftig beim Auf- und Abbau unterstützt. Vielen Dank für diese Großmütigkeit, die so vielen Bittenfeldern zugutekommt.

Bedanken wollen wir uns nicht zuletzt für die köstliche Unterstützung, die wir durch die zahlreichen Spenden an Kuchen und Torten bekamen. Sie waren an diesem sonnigen Festtag das Tüpfelchen auf dem I. 

Für die musikalische Abrundung sorgte in bewährter Manier der „Alpexpress“. Thank you for the music.

Einladung zur außerordentlichen Generalversammlung 

Liebe Mitglieder, 

bei unserer ordentlichen Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“ Bittenfeld e.V. am 15. März 2026 konnten die Ämter des 1. Vorsitzenden, des Kassierers sowie des Jugendleiters nicht besetzt werden. Gemäß Satzung berufe ich daher eine außerordentliche Generalversammlung ein, zu der ich Euch hiermit rechtzeitig und fristgerecht einlade. 

Zweck der Versammlung ist die erneute Durchführung der erforderlichen Wahlen sowie die Beratung und Beschlussfassung über konkrete Vorschläge zur zukünftigen Organisation der Vereinsarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung und Zukunft des Musikheims. 

Die Versammlung findet statt am: 

Donnerstag 07.05.2026 um 20:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach.

Ich bitte um zahlreiches Erscheinen, da wichtige Beschlüsse für die zukünftige Handlungsfähigkeit unseres Vereins gefasst werden sollen.

Tagesordnungspunkte:

1.         Begrüßung
2.         Wahlen
                        1. Vorsitzende(r)
                        Kassier
                        Jugendleiter(in)
3.         Beratung und Beschlussfassung über konkrete 
            Vorschläge zur zukünftigen Nutzung des Musikheims
4.         Anträge
5.         Verschiedenes

Anträge an die Versammlung sind bis 30.04.2026 an die stellvertretende Vorsitzende
Anja Weik, Freibadstr. 14, 71336 Waiblingen in schriftlicher Form zu richten.

Mit freundlichen Grüßen 
Anja Weik 
– stellvertretende Vorsitzende –

Kunst verbindet

Kunst ist das Gegenteil von Krieg. Denn Kunst eint und verbindet, während Krieg zerreißt und trennt. Aber Kunst, die sich immer an das Menschliche in uns wendet, stiftet Brücken nicht nur zwischen Nationen, Völkern oder Staaten. Stets stellt sie auch ein Band zwischen Künstler und Publikum her. Und diese Bindung greift nicht nur über Grenzen und Sprachen, sondern ebenso über die Zeit. Wir wissen nichts über die Menschen, die in Urzeiten Wände an Felsen oder in Höhlen bemalten. Doch ihre Bilder berühren uns noch heute. 

So vielfältig die Arten des Kunstschaffens sind, so unterschiedlich sind die Interaktionen zwischen Schöpfer und Genießer. Der Musik fällt hier eine Sonderrolle zu. Schließlich ist sie – genauso wie das Theater – auf lebendige Interpretation angewiesen. Doch während der Interessierte ein Drama auch selber lesend konsumieren kann, sind die wenigsten Menschen in der Lage, bei der Lektüre einer Partitur oder wenigstens eines Notenblattes Vergnügen zu empfinden.

Und noch eine Besonderheit zeigt die Musik. Aus einem musikalischen Gedanken können nämlich viele Werke entstehen. Im einfachsten Fall bleibt es dem Geschick und dem Empfinden der Musizierenden überlassen, ihren ganz eigenen Anteil in das Gesamtkunstwerk einzubringen. Mitunter sind es aber spezielle Mittler, die ein Musikstück so umformen, dass es mit anderen Instrumenten für mehr oder weniger Musizierende überhaupt spielbar wird. Diese besondere künstlerische Arbeit wird von Arrangeuren vollbracht. 

Und genauso wie nicht jeder Komponist ein Virtuose am Instrument sein muss, und umgekehrt, ist die Begabung zum Arrangieren nicht jedem Tonkünstler gegeben. Umso mehr freut es den Musikverein, dass sich in seinen Reihen ein solches Talent offenbart hat. Lyra Weik hat für das Orchester mehrfach ganz spezifische auf ihre Musikfreunde zugeschnittene Musikstücke geschaffen.

Diese Leistung wurde am Mittwoch der vergangenen Woche im Rahmen der Vereinsehrung in Bittenfeld gewürdigt.

Allen Bittenfelderinnen und Bittenfeldern wünschen wir
Frohe Ostern

Apfelmännchen und Musik

Obwohl der Name es nahe legt, der geht es im heutigen Beitrag zum Bittenfelder Blättle nicht um des Schwaben liebste Baumfrucht, sondern er beginnt mit einer mathematische Idee, die auf den ersten Blick nichts mit Musik zu tun hat, aber eben nur auf den ersten.

In den 1980-Jahren veröffentlichte der französisch-US-amerikanische Mathematiker Benoît B. Mandelbrot eine Untersuchung über geometrische Figuren die sogenannten Apfelmännchen (Fachbegriff Fraktale), die die kuriose Eigenschaft haben, sich selbst im kleinesten Detail immer wieder zu wiederholen. Sicherlich wären ewige Wiederholungen in der Musik langweilig. Was aber die Welt der kultivierten Klänge und diese Theorie über komplexe Zahlen verbindet, ist die Vorstellung, dass selbst beim immer stärkeren „Heranzoomen“ jede neue Einzelheit wunderbare Vielfalt offenbart.

In den vergangenen Wochen wurden an dieser Stelle alle möglichen Facetten der Polka beleuchtet. Dabei eröffnete jeder eingeschlagene Pfad immer neue Aspekte. Nun wollen wir zurück zum großen Ganzen. Wie vielseitig das musikalische Universum sein kann, zeigt sich schon beim Blick auf die Musikergeburtstage im März. Durch einen Zufall haben drei der populärsten Komponisten des Barock in diesem Monat Geburtstag, nämlich Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach. Andererseits war am 16. März das hundertjährige Geburtstagsjubiläum von Jerry Lewis, des US-amerikanischer Komikers und Schauspielers, der während seiner langjährigen Zusammenarbeit mit dem Sänger und Entertainer Dean Martin ein schier unverzichtbarer Part in der Musikszene war.

Am kommenden Samstag nun feiert eine Künstlerin ihren 40-ten Geburtstag, die in unseren Tagen eine Blüte in der Musiklandschaft darstellt, auf die keiner verzichten möchte. Es ist Lady Gaga, die uns Hits wie „Poker Face“ und „Bad Romance“ schenkte und die im März 2010 mit ihren Musikvideos als erste Musikerin über eine Milliarde Abrufe auf „YouTube“ erzielte. Schließlich, am 30. März wird Wolfgang Niedecken seinen 75. Geburtstag begehen. Gemeinsam mit seiner Kölschrock-Band BAP beweist er seit 50 Jahren, welche schöne Gemeinschaft Rockmusik und Dialekt eingehen können.

Die Musikerinnen und Musiker des Vereins „Frei weg“ sind in anderer Mission unterwegs. Zum einen üben sie fleißig für die feierliche Umrahmung der beiden Konfirmationsgottesdienste in der Ulrichskirche in Bittenfeld. Und gleichzeitig bereiten sie die kommende Festzeltmusiksaison vor.

Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.

Bericht Generalversammlung 2026

Die diesjährige Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“ fand am vergangenen Sonntag im Musikheim am Zipfelbach statt.

Es war eine gute Gelegenheit, um auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurückzublicken, in dem es besonders viele musikalische Aktivitäten und Auftritte gab. Zum einen gab der Verein in seinem Jubiläumsjahr selber gleich zwei Konzerte. Zum anderen durften die Musikerinnen und Musiker ebenfalls bei anderen Vereinen zu runden Geburtstagen aufspielen. Eine spezielle Herausforderung aber gleichzeitig ein besonderes Erlebnis war dabei sicher das Marschieren und Musizieren beim Festumzug in Schwaikheim. 

Selbstverständlich gab es auch wieder Ehrungen, die in diesem Jahr sogar recht zahlreich waren.

Für 10 Jahre Mitgliedschaft:

            Tamara Schmalzried, Jasmin und Rolf Entenmann, 
            Horst Blazy, Jaron Wolf, Judith Hornberger
            Lyra, Anja und Andreas Weik,

Für 20 Jahre treue Mitgliedschaft:

            Jannik Leyhr-Ludwig, Elena Fischer,
            Vanessa, Pascal, Monika und Andreas Plappert

Für 30 Jahre besonders treue Mitgliedschaft:

            Ingrid Kastner,
            Konstantin Sibold,
            Jutta und Manfred Riedel,
            Diana Stabl

für 40 Jahre außerordentliche Treue zum Verein und zum Wohle der Musik in Bittenfeld

            Tanja Späth,
            Claudia Kranich,

Wir bedanken uns bei allen Geehrten für die Verbundenheit mit dem Musikverein „Frei weg“ Bittenfeld.

In diesem Jahr standen einige wichtige Wahlen an.
Als Beisitzer wurden neu bzw. wieder gewählt:

Claudia Kranich, Andreas Plappert, Nadja Theophil, Eliana Wolf und Holger Ziron.

Leider gab es für die Funktionen des Vorsitzenden, des Kassiers und des Jugendleiters keine Kandidaten. Diese Posten sind deshalb vakant.

Aus diesem Grund wird es am 07. Mai eine zweite Generalversammlung geben, auf der es eine erneute Wahlrunde geben wird sowie eine Aussprache über die Zukunft des Vereins.

Die Polka-Werkstatt

Im Heimatland der Polka unterscheidet man Spielarten nach den zwei Landesteilen Mähren und Böhmen. 

Während die böhmische Polka eher gemütlich, rund und getragen klingt, mit oft volksliedhaften Melodien, ist die mährische Schwester lebhafter und virtuoser. Ihr Rhythmus ist stärker synkopiert und die Melodik reich verziert. Die böhmische Version ist typisch für viele Blaskapellen mit dem „klassischen“ Polka-Sound. Das mährische Pendent ist für die Spielenden anspruchsvoller, bietet aber auch die Möglichkeit mit virtuosen Läufen – besonders mit Klarinetten, Trompeten oder Flügelhörnern – zu brillieren.

Doch grau ist alle Theorie. Lebendig wird jegliche Musik erst beim Spielen. Und so widmeten die Musikerinnen und Musiker unseres Vereins den vergangenen Samstag komplett der Verfeinerung ihres Stilss in dieser Tanz- und Unterhaltungsmusik. 

Unter der launigen Anleitung Rüdiger Rufs erforschten sie die Finessen jenes Sounds, wie ihn die „Egerländer Musikanten“ so exzellent zelebrieren.

Diese Polka-Werkstatt war für alle Teilnehmenden ein Gewinn. Ganz besonderen Genuss aber hatte unser Dirigent Jürgen Burgstaller, der in der ersten Halbzeit mit dem Tenorhorn musizierte und in der zweiten an der Trompete viel Spaß hatte.

Ganz wichtig, nicht vergessen:

Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“
am Sonntag, 15.03.2026 um 11:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Polkaeinerlei?

Es gibt Begriffe, bei denen, wenn man sie hört, eigentlich alles klar ist. Aber halt, die Tücke steckt im Detail. So könnte zum Beispiel der Auftrag, ein Kilogramm „Obst“ zu kaufen, Fragen aufwerfen. Und von „Bäumen“ hat jeder von uns zwar sofort eine Bild vor Augen. Jedoch, das wissen wir, kennt man recht viele verschiedene Arten. Genauso ist die Polka weit davon entfernt, ein Einerlei zu sein. 

Obwohl dieser Tanz seine Ursprünge in Tschechien hat, entstand ausgerechnet im Wien der 1860-er Jahre die Polka française, also die Französische Polka. Sie ist im Vergleich zu ihrer „Mutter“ etwas eleganter mit leichterem Charakter. Ihr 2/4-Takt hat eine feinere Artikulation und so war sie eher im höfischen und salonmusikalischen Milieu anzutreffen. Übrigens, die väterliche DNA der Polka française stammt von Johann Strauss Sohn.

Aus der gleichen Liaison wurde die Polka Mazur geboren. Sie stellt eine Mischung aus Polka und Mazurka dar und zeigt 3/4-Anklänge in Betonung und Phrasierung. Im Ausdruck ist die Polka Mazur etwas getragener und tänzerisch schwingend. Mit anderen Worten, Paare können mit ihr auf dem Tanzboden durchaus viel Spaß haben.

Zum Tanzen ungeeignet ist dagegen die sogenannte Schnellpolka. Man könnte sie als die dritte Schwester ansehen. Vom Konzept her war sie von Anfang an für den Konzertsaal gedacht. Musiker können beim Vortrag einer Schnellpolka nämlich ihre Brillanz zeigen. Denn dieser Polkaversion sind technisch schwierige Passagen und ein hohes Tempo eigen. Oft sind sie deshalb im schnelleren 4/8-Takt, statt im üblichen 2/4-Takt, geschrieben.

Überdies, so werden Kenner einwerfen, unterscheidet man die Polka doch ebenso in eine böhmische und eine mährische Variante. Das ist richtig. Mehr dazu folgt in einer kommenden Ausgabe.

Wer über die Polka nicht nur lesen sondern mit ihr beim Spielen im Orchester Vergnügen haben möchte, ist eingeladen zu unseren 

Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.

Außerdem, nicht vergessen:

Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“
am Sonntag 15.03.2026 um 11:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Polka & Pop

Nun, dass es bei unserem kleinen Musikrätsel in der Ausgabe vor zwei Wochen um die Polka ging, war sicherlich nicht so schwer herauszubekommen. Schwieriger wird es vielleicht, die Polka im modernen Gewand zu erkennen. 

Bekanntlich haben ja schon die alten Meister beim Komponieren gerne mal auf Tänze zurückgegriffen, die zu ihrer Zeit angesagt waren, zum Beispiel Johann Sebastian Bach auf die Gigue oder Ludwig van Beethoven auf das Menuett. Genauso nutzen viele Popsongs heute die Rhythmen moderner Gesellschaftstänze, wie Rumba oder Tango. Aber Polka? Und doch, wer genauer hinguckt, wird doch fündig, als Erstes im Repertoire des Musikvereins „Frei weg“. Hier gibt es ein Medley von Beatles Hits, unter anderem mit „Ob-La-Di, Ob-La-Da“. Da geht es zünftig zu mit dem polkatypischen „oom-pah“-Begleitmuster und einem ausdrucksstarken 2/4-Takt. Es klingt wie eine fröhliche Pop-Polka mit karibischem Einschlag. Nicht in unseren Notenmappen, aber ebenso deutlich zu identifizieren ist ein verspielter 2/4-Rhythmus mit starkem Polka-Feeling im Titel „Lazing on a Sunday Afternoon“ vom Queen Album „A Night at the Opera“. Aus dem deutschsprachigen Raum kann man als Beispiele für den unverkennbaren Polka-Beat das Lied „Zehn kleine Jägermeister“ von den Toten Hosen sowie von der Spider Murphy Gang „Skandal im Sperrbezirk“ anführen. 

Viel Spaß beim genauen Zuhören und Aufspüren weiterer mal mehr mal weniger versteckter Polkas.

Selbstverständlich werden in unseren Tagen ebenfalls neue und frische Polkas geschrieben, mit denen Bands wie Die Fäaschtbänkler ihr Publikum von den Sitzen reißen und die Grenzen zur Popmusik verwischen. An zwei Exemplaren aus dieser Gattung arbeiten die Musikerinnen und Musiker gerade in den Proben. Die machen schon beim Einstudieren gute Laune. Wer sich diesen Spaß nicht entgehen lassen  möchte, ist eingeladen zu unseren

Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.