Archiv der Kategorie: Allgemein

Volksmusik? Aber ja!

Warum auch immer, die Volksmusik hat in Deutschland den Ruf altbacken zu sein. Die „Urenkelgeneration“ dieser Lieder und Tänze – die Volkstümliche Musik – hat zwar ein breiteres Publikum, das durchaus treu und mit Begeisterung dergleichen Kompositionen frönt und gerne für ihre Samstagabendunterhaltung nutzt. Doch haftet diesem Musikstil trotzdem das „Geschmäckle“ an, nicht zum Zeitgeist zu passen, ja vielleicht sogar aus der Zeit gefallen zu sein. In den Streaming-Portalen erhalten entsprechende Hits jedenfalls nicht die Masse der Klicks. 

Ganz anders sieht das Bild jenseits des großen Teichs aus. In den USA können wir zurzeit gewiss einige Phänomene beobachten, die uns befremden mögen. Die ungebrochene Popularität der Country-Music gehört aber zu den Facetten amerikanischen Lebens, denen wir durchaus mit positivem Interesse und ebenso Bewunderung begegnen können. Echte Volksmusik kann es in der – geschichtlich gesehen – relativ jungen US-amerikanischen Gesellschaft, die ihre Wurzeln in etlichen Völkern der Welt hat, nicht geben. Was wir heute als Country kennen, entstand Anfang des 20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik europäischer Zuwanderervölker und der Übernahme von Elementen anderer Genres wie beispielsweise des Blues, der auf afrikanische Ursprünge zurückgeht. Daraus hat sich bis heute eine erstaunliche Fülle unterschiedlichster Stilrichtungen und Modeströmungen entwickelt, die über alle Altersgruppen hinweg durchaus beliebt sind. Denken wir zum Beispiel daran, dass die in unseren Tagen so gefeierte Taylor Swift in ihrer Karriere eine ganze Country-Epoche hatte, die sie nicht versteckt oder derer sie sich gar schämt. Im Gegenteil, sie ist die Basis ihrer breiten Wirkung.

Beim traditionellen Country werden hauptsächlich Saiteninstrumente wie Gitarre, Banjo, Kontrabass oder Fiddle (eine einfache Geige) verwendet. Dazu kommen bisweilen Akkordeon oder Klavier. Im zeitgenössischen Country werden in Anlehnung an die Rockmusik gerne auch Schlagzeug sowie Elektrogitarre und E-Bass eingesetzt. Als einziges Blasinstrument wird in Country die Mundharmonika geduldet.

Aus diesem Grund wird sich Country-Music nicht im Repertoire unseres Orchesters wiederfinden. Jedoch im übertragenen Sinne fühlen wir uns dieser Art Musik verbunden. Gerade bereiten sich die Musikerinnen und Musiker nämlich auf einen Workshop vor, bei dem Polka, Walzer und Marsch im Mittelpunkt stehen werden. Und wie beim Country ist genauso bei dieser Musik, die eine lange Tradition hat, auf die wir mit Recht stolz sein können, die Zeit nicht stehen geblieben. Es gibt heute viele bemerkenswerte Neukompositionen, die darauf warten aufgespürt und zur Freude des Publikums inszeniert zu werden.

Wer die Chance auf solche Entdeckungen nutzen möchte, ist eingeladen zu unseren 

Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.

Mozart

Der Paukenschlag des Monats liegt nun schon zwei Tage zurück. Am 27. Januar 1756 wurde Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren. Vorgestern konnte man also das 270 jährige Jubiläum dieses herausragenden Komponisten feiern.

Nanu, mag sich der Kenner wundern. Ist das mit den Vornamen eigentlich korrekt? Das ist es allemal. Das griechische Theophilus („Gottlieb“) hat Mozart nämlich später selbst in seine französische Entsprechung Amadé übersetzt, um sich bei seinen Reisen an die Höfe Europas ein passendes Image zu verleihen. Das latinisierende Amadeus wurde zu seinen Lebzeiten nur einmal offiziell schriftlich benutzt und zwar – wie könnte es anders sein – in einem behördlichen Schreiben der Niederösterreichischen Statthalterei. Von allen, die ihn mochten, wurde er zeitlebens einfach Wolfgang genannt.

Das in unseren Tagen geläufige Wolfgang Amadeus Mozart geht auf eine Entscheidung des Verlags Breitkopf & Härtel zurück, der die erste Gesamtausgabe seiner Werke veröffentliche. Im Zeitgeschmack des Jahres 1876 war nämlich alles Französische verpönt. Aus diesem Grund ersetzte man das bis dahin gebräuchliche Amadé durch das wissenschaftlicher klingende Amadeus. Dass aber selbst der Vorname Wolfgang in den Hintergrund tritt, hat dagegen wohl eher mit dem Hit „Rock Me Amadeus“ des österreichischen Musikers und Sängers Falco zu tun. Übrigens ist es bis heute das einzige deutschsprachige Lied, das es an die Spitze der US-Billboard-Charts schaffte.

Nebenbei, der Name Theophil genießt in unserem Orchester einen recht sympathischen Klang.

Doch Namen sind nur Schall und Rauch. Wichtig allein ist die Musik dieses Genies. Sie erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. 

Auch wenn wir uns aktuell in unseren Proben nicht mit Mozarts Werken beschäftigen, machen sie immer Spaß. Jede und jeder ist herzlich eingeladen zu unseren Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.

De musicam audire

Gleich zu Beginn soll der Dank derer stehen, denen das Geschenk des Hörens gegeben ist, das es den Glücklichen erlaubt, Musik überhaupt genießen zu können. Wobei dieser Genuss auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausgelebt werden kann. 

Es gibt Mitmenschen, denen der technische Aspekt der Tonwiedergabe ziemlich wichtig ist. Qualitativ hochwertige Geräte dafür sind für sie unerlässlich. Einige von ihnen widmen ihre Freizeit, ihre Findigkeit und wahrscheinlich ebenso einige Finanzen, um die optimalen Lautsprecher zu bauen. Keine Frequenz soll verzerrt werden oder gar unerhört bleiben.

Andere Musikliebhaber stellen ebenfalls die Technik in den Mittelpunkt, meinen damit aber eher die Virtuosität, eigentlich die Musik selbst zu erzeugen. Jeder falsche Ton ist ihnen ein Graus. Die Geübtesten unter ihnen können Interpreten an ihrem spezifischen Sound erkennen. Und damit sind selbstverständlich nicht jene neueren Musikstücke gemeint, bei denen ohnehin die darbietenden Künstler im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und nicht etwa die Komponisten oder Arrangeure.

Damit kommen wir zu den Kennern, die über die Musik, die sie lieben, fast alles wissen. Bekannte Titel werden ohne Zweifel identifiziert. Selbst selten zu hörende Stücke können sie wenigstens zuordnen. Und falls doch einmal etwas völlig Unbekanntes erklingt, dann sind sie in der Lage, die Komponisten beziehungsweise Musiker oder wenigstens die ungefähre Entstehungszeit mehr oder minder gut zu erraten.

Schließlich wollen wir nicht jene Menschen vergessen, für die Musik stets eine Quelle der Inspiration und Freude ist, auch wenn sie mit kleinen Schönheitsfehlern in ihre Ohren gelangt. Ganz egal, was oder wer da gerade zu hören ist, lassen sie sich von dem anstecken, was nun mal in der Musik innewohnt. 

Zu welchem Typ gehören Sie lieber Lesender? Seien wir mal ehrlich, in jedem von uns steckt etwas von all dem gerade aufgezählten. Ein jeder erlebt und genießt das Wunder Musik auf seine individuelle Weise. Was alle eint, ist die Freude.

Wer Musik nicht nur hören sondern selber machen möchte, ist herzlich eingeladen zu unseren Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.

Gewinne & Verluste

Die zwei titelgebenden Begriffe kennt man wahrscheinlich eher aus dem Wirtschaftsteil der Zeitung oder man würde sie der Buchhaltung zuordnen. Aber ist es nicht so, dass wir genauso in unserer ganz persönlichen Bilanz der Kontakte und menschlichen Beziehungen diese Effekte beobachten müssen. Nicht allen Freundschaften ist die Ewigkeit gewährt. Und an so manche Bekanntschaft können wir uns schon im darauffolgenden Jahr überhaupt nicht mehr erinnern. Andererseits können uns Menschen, die neu in unser Leben treten, herzlicher beglücken, als jegliche monetäre Zuflüsse. Außerdem gibt es Abschiede, die stürzen die Betroffenen in tiefste Trauer und sind mit dramatischen Folgen verbunden, gerade wenn sie für immer sind.

Im Kosmos der menschlichen Emotionen ist die Musik die eindrücklichste Sprache, die überall verstanden wird, weil wir nun mal alle in gleicher Weise fühlen.

Vielleicht deshalb gibt es im ganz eigenen musikalischen Rückblick ebenfalls Gewinne und Verluste. Geradezu täglich treten neue Musiktitel in die Welt. Etliche nimmt man nie zur Kenntnis wie Passanten auf einer belebten Straße. Einige bewegen uns eine Zeit, vielleicht wie ein flüchtiger Blick in zwei unvergessliche Augen. Ganz wenige bleiben und werden zu unverzichtbaren Begleitern durchs Leben. Schließlich kennt jeder wohl so einen Augenblick, in dem eine Melodie erklingt und man sich fragt, warum man sich solange nicht gesehen, pardon gehört hat.

Nun ein neues Jahr hat begonnen. Es wird neue Bekanntschaften ermöglichen und leider werden wohl auch Abschiede nicht zu vermeiden sein.

Der Musikverein „Frei weg“ wünscht allen eine positive Bilanz. Was konkret die Musik betrifft, dabei wollen wir unser geschätztes Publikum gerne inspirieren.

Weihnachtstraditionen

Still senkt sich die Nacht hernieder.
Rings das Land liegt tief verschneit,
und es klingen alte Lieder:
Oh du schöne Weihnachtszeit

***

Steht inmitten weißer Wälder
lichtgeschmückt ein grüner Baum.
Lichterbaum der fernen Wälder:
Oh du schöner Friedenstraum

***

Stille Nacht – die Sterne künden:
Frieden über Flur und Feld;
auch der Mensch soll Frieden finden –
Frieden, Frieden aller Welt!

Gedicht von Hermann Heinz Wille

Nun tief verschneite Wälder rund um Bittenfeld wie Zuckmantel, Löhle oder Brühleichen kennen zumindest die Kinder nicht mehr aus eigenem Erleben. Die Weihnachtstraditionen einer Schlittenfahrt oder des Schneeschiebens geraten immer mehr in Vergessenheit. Und seit die GEMA vor zwei Jahren ihre Gebührenordnung für Weihnachtsmärkte geändert hat, sind jene beunruhigend ruhige Orte geworden. Es scheint, als sei mit der Musik auch die Seele dieser Stätten der Geselligkeit entschwunden.

Der Musik als Tradition zu Weihnachten fühlt sich unser Verein natürlich verbunden. Deshalb sind wir zu hören – als Auftakt für das kommende Fest – bei der

Waldweihnacht
am 23. Dezember
Treffpunkt um 17:30 Uhr 
auf dem Hof der Schillerschule Bittenfeld

Musikerinnen und Musiker unseres Vereins werden weihnachtliche Melodien beisteuern.

Direkt am Tag des Heiligen Abends wollen wir alle Bittenfelder, die sich emsig auf den Höhepunkt des Tages vorbereiten, fröhliche Unterstützung bieten, indem wir 

am 24. Dezember ab 13:00 Uhr 
an verschiedenen Stationen in unserem Heimatort
Lieder zum Fest

erklingen lassen. 

Der Musikverein „Frei weg“ wünscht Allen 
wunderbare Feiertage 
voller Freude 
sowie einen traumhaften Start 
in ein gesundes und friedvolles 2026.

Aus Finnland?

Zum Jahreswechsel stehen wieder ein paar festliche Tage an. Dafür gibt es beinah ewige Traditionen. Die ältesten davon gehen auf jene Zeit zurück, als die Menschen begriffen, dass nicht alle Tage bzw. Nächte gleich lang sind. Das war lange bevor es überhaupt Kalender gab und man Tage in einem Jahr zählte. Durch die Beobachtung des Mondes, der Sterne und natürliche der Sonne fanden sie irgendwann den kürzesten Tag, die Wintersonnenwende. Bis dorthin geht der Ritus zurück, zu feiern, dass die Tage nun wieder länger werden und dass es einen Neubeginn in der Natur geben wird. Vermutlich von Anfang an war das ein Fest in der Sippe und der Familie.

Ebenfalls sehr, sehr alt ist die christliche Tradition, die Geburt des Erlösers zu feiern. Viele unserer heutigen Vorstellungen und Bräuche sind eng damit verknüpft. Die meiste Weihnachtsmusik wurde für diesen Anlass geschaffen.

Relativ neu zum Jahresausklang ist der Weihnachtmann. Viele Bilder und Geschichten, die uns jetzt geläufig sind, wurden von Werbeaktionen der Fima Coca Cola geformt. Dazu gehören seine rote Kleidung, der weiße Bart und der Renntierschlitten, mit dem er vom Nordpol – wahlweise auch aus Finnland – kommend die Kinder beschert.

Aber Finnland hat uns ja nicht nur den Weihnachtsmann geschenkt. Am 08. Dezember vor 160 Jahren wurde Jean Sibelius geboren. Er war Komponist der Spätromantik und der Moderne. In seiner Heimat wird er als Volksheld verehrt. Er war es auch, der die inoffizielle Nationalhymne „Finlandia“ komponierte. Aus seinen anspruchsvollen Tondichtungen findet sich aber bisher nichts im Repertoire des Musikvereins. 

Einem anderen aktuellen Jubilar haben die Musikerinnen und Musiker ihre Aufwartung im Jahr 2024 gemacht, als sie sich in einem Workshop mit den swingenden Erfolgshits Frank Sinatras beschäftigten. Sein Geburtstag jährt sich am 12. Dezember zum 110. Mal.

Beim Musikverein wird es zum Jahreswechsel ebenfalls ganz traditionell. Bei unseren kommenden öffentlichen Auftritten werden wieder die so gut bekannten Lieder zu hören sein und zwar bei der

Waldweihnacht
am Dienstag, 23. Dezember 
Start 17:30 Uhr auf dem Schulhof

sowie beim Spielen

Weihnachtlicher Lieder und Musik 
am 24.Dezember
an verschiedenen Stationen in Bittenfeld

Tja und „nebenbei“ steht der nächste Workshop auf dem Plan. Aber das ist schon die nächste Geschichte.

Flüchtigkeit und Ewigkeit

Die Vorweihnachtszeit, wir wünschen sie uns voller Harmonie und doch steckt sie voller Widersprüche. In unseren Gedanken sind die kommenden Tage und Wochen – die Zeit zur Vorbereitung auf das Familienfest schlechthin – verbunden mit innerer Einkehr, Besinnlichkeit und Achtsamkeit. Wir denken an die Anderen und wie wir ihnen Freude bereiten können. Die Herzen weiten sich, so dass die Hilfsbereitschaft und die Spendenfreudigkeit wachsen. 

Andererseits gibt es vielerorts volksfestähnliche Veranstaltungen, Advents- und Weihnachtsmärkte in jeglicher Größe und Ausgestaltung. Dort treffen dann sehr viele Menschen gedrängt aufeinander. Das verursacht bisweilen Stress, also das Gegenteil von dem, was wir uns eigentlich vorstellen.

Und mitten in diesem Getümmel erleben oder sehen wir plötzlich etwas, das unser Herz berührt. Meist ist es nur ein Augenblick. Aber das Gesehene wirkt für eine gewisse Zeit nach und beschäftigt uns vielleicht noch tagelang.

Genau das ist das Geheimnis der Musik. Sie besteht aus einer Abfolge von Tönen. Nur unser Kurzzeitgedächtnis setzt diese überhaupt zu einer Melodie zusammen. Die Melodie erweckt in uns Gefühle, die uns noch begleiten, nachdem die Musik bereits wieder verklungen ist. Bei genialen Tonschöpfungen und Ohrwürmern können wir die Musik sogar in uns spüren, auch wenn sie außer uns keiner hören kann. Wir alle kennen Lieder und Melodien, die vor langer Zeit entstanden und die uns auf die gleiche Weise verzaubern wie unsere Vorfahren und hoffentlich ebenso unsere Ururenkel. Nicht zufällig sind jetzt vor Weihnachten etliche von ihnen allerorten zu hören.

Für die Musikerinnen und Musiker hat nach dem Herbstkonzert eine Zeit mit weniger Aufregung begonnen. Bei unseren kommenden öffentlichen Auftritten werden gerade wieder die so gut bekannten Lieder zu hören sein und zwar bei der

Waldweihnacht
am Dienstag, 23. Dezember 
Start 17:30 Uhr auf dem Schulhof

sowie beim Spielen

Weihnachtlicher Lieder und Musik 
am 24.Dezember
an verschiedenen Stationen in Bittenfeld

Musikverein Stuttgart-Hofen 1905 e.V.

Es hat sich mittlerweile als eine kleine Tradition etabliert, dass wir uns zu unserem künstlerischen Höhepunkt des Jahres musikalische Freunde einladen.

Genauso wollen wir es in diesem Jahr halten. Wir freuen uns darüber, dass wir zu unserem 

Herbstkonzert
am Sonntag, dem 23. November 
in der Gemeindehalle Bittenfeld

wieder ganz besondere Gäste präsentieren dürfen. Sie kommen aus der Landeshauptstadt und sind – wie sie sich selbst bescheiden beschreiben – „einer der älteren Musikvereine in Stuttgart“. Um es konkret zu nennen, dieser Verein konnte in diesem Jahr sein 120 jähriges Jubiläum der Gründung feiern. 

Auch hinsichtlich anderer Aspekte ist jener Musikverein vorbildlich. Über 400 Vereinsmitglieder mit zahlreichen Helfern, Freunden und „Fans“ gestatten ein vielfältiges und reges Vereinsleben. Neben der Hauptkapelle, in der über 70 Musikerinnen und Musiker mitwirken, gibt es noch die Alphorngruppe „Almrausch“ und die Dixieformation „Tin Roof“. 

Sehr beachtlich ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Von Babykursen, über den so genannten Musikgarten, die musikalische Früherziehung bis hin zur Jugendkappelle gibt es ein durchgehendes Konzept. Die Jungmusiker werden von ehrenamtlichen aktiven Musikern und professionellen Musikern (u.A. Stuttgarter Staatstheater, Stuttgarter Philharmoniker, Landespolizeimusikcorps, Musikhochschule Stuttgart) ausgebildet. Der Unterricht findet in einer eigenen Musikschule statt.

Für die Aktiven des Musikvereins „Frei weg“ und sicher manch andere Bittenfelder gibt es neben der musikalischen Bereicherung des Konzertes als zusätzliches Bonbon ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Dirigenten Juan Mauricio Bahamón Jaramillo. Und deshalb ergibt sich ebenfalls eine Chance auf ein Wiederhören anspruchsvoller lateinamerikanischer Musik wie zum Beispiel den feurigen Fandango „San Pelayo“.

Freuen wir uns nun gemeinsam auf einen Abend voller Musik und großer Emotionen. Übrigens für das leibliche Wohl wird gleichfalls bestens gesorgt sein.

Schön war’s in Rottweil

Ein großer Dank an das Orga-Team, das ein arbeits- und erlebnisreiches Wochenende so phantastisch vorbereitet hat.
Das war das Wichtige vorneweg, ab jetzt der Reihe nach.

Damit eine Unterhaltungsabend, wie unser

Herbstkonzert 
am Sonntag, dem 23. November 
in der Gemeindehalle Bittenfeld

aussehen kann, als ob es ganz leicht wäre, stecken vorher jede Menge Mühe und Schweiß darinnen. Für die Arbeit am Detail treffen sich die Musikerinnen und Musiker traditionell im Herbst zu einem Probenwochenende. Auch in diesem Jahr sind wir wieder in Klausur gegangen. Und was ist dafür besser geeignet als ein Kloster. In Rottweil gibt es eines, in dem jetzt statt andächtiger Ordensfrauen wuselige Kinder über die Flure huschen. Außerdem findet man in dieser neu hergerichteten Jugendherberge sehr gut ausgebaute Probenräume. Das ermöglichte es uns, in kleinen Gruppen sogenannte Satzproben (Blech tief, Blech hoch und „Hölzer“) durchzuführen, um die spezifischen Herausforderungen gezielt angehen zu können.

Was uns der Herbst lehren kann

Dem Herbst als Jahreszeit ist der Ruf zu eigen, kalt zu sein und nass. Wie sehr kann man an einem regnerischen und grauen Novembertag das sonnige und warme Wetter in den Tropen beneiden. Und doch zeigt diese Jahreszeit, dass es zwischen all dem Ungemütlichen auch wunderbare Augenblicke geben kann, voller Magie und Farbenzauber. So führen uns denn die Wochen zwischen Sommer und Winter vor Augen, wie viele Seiten das Leben hat. Wenn man so will, lässt sich der Herbst als Metapher für das Vereinsleben empfinden. Vierzig Stunden am vergangenen Wochenende zeigten das recht eindrücklich.

Am Freitag mussten sich Musikerinnen und Musiker der traurigen Ehrenpflicht stellen, unserem Vereinsmitglied Matthäus Reichle ein letztes musikalisches Geleit zu geben und ihm auf diese Weise für sein jahrzehntelanges Engagement zu danken.

Tags darauf versammelten sich vormittags einige Aktive zur Herbstputzete im Musikheim am Zipfelbach. 

Am Samstagabend schließlich wurde Gemeinschaft beim Kameradschaftsabend gepflegt. Selbstverständlich spielte bei aller Geselligkeit die Musik eine große Rolle.

Am jetzt kommenden Wochenende gehen die Aktiven der Kapelle in Klausur. Weniger dramatisch ausgedrückt, in der schönen Stadt Rottweil findet das diesjährige Probenwochenende statt. Von Freitagabend bis Sonntagmittag wird eifrig geübt, damit das Orchester das

Herbstkonzert 
am Sonntag, dem 23. November 
in der Gemeindehalle Bittenfeld

in bester Harmonie präsentieren kann.