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Freitag, der 13.

Heute ist ein ganz gewöhnlicher Donnerstag und noch dazu schreiben wir einen zwölften des Novembers. Außer den Fans von Loriot, die auch heute wie jedes Jahr den Geburtstag ihres Idols feiern, wird Donnerstag dem 12. wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Mit dem morgigen Tag verhält es sich ganz anders. Es soll Menschen geben, die sich vor der Kombination des Freitags mit der Zahl 13 so fürchten, dass sie erst gar nicht aus dem Bett steigen. Diese Krankheit der irrationalen Angst vor einem Freitag dem 13. wird als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet (Vorsicht beim lauten Vorlesen). Dabei zeigt zum Beispiel eine Auswertung der Zürich Versicherung, dass an Freitagen, die auf den 13. eines Monats fallen, weniger Schadensfälle verzeichnet werden als an allen anderen Freitagen im Jahr. Dies könnte daran liegen, dass all die Paraskavedekatriaphobiker extrem vorsichtig sind.

Überhaupt tut man Freitag, dem 13. Unrecht. Denn der Ursprung dieses Aberglaubens ist historisch gesehen ziemlich jung und geht – so meinen Sachverständige – wohl auf den Roman „Friday the 13th,“ zurück, der 1907 erschien und Merkwürdigkeiten im US-amerikanischen Börsensystem verarbeitete.

Musikfreunde können ganz andere Ereignisse mit einem 13.November verbinden. 1843 erfolgte an der Grand Opéra Paris die Uraufführung der Oper „Dom Sébastien“ von Gaetano Donizetti. Genau hundert Jahre später leitet der erst 25-jährige Leonard Bernstein als Ersatz für den erkrankten Bruno Walter ein Konzert der New Yorker Philharmoniker und begann damit seine Weltkarriere. Etwas später, nämlich 1950 wurde die erste Doppel-LP der Welt veröffentlicht und zwar Benny Goodmans „Famous Carnegie Hall Concert“. Zehn Jahre zuvor kam ein Werk aus dem Hause Disney in die Kinos, das geradezu einen Tempel der klassischen Musik darstellt. Der Zeichentrickfilm „Fantasia“ eignet sich wundervoll, um in Kindern die Liebe zu zauberhaften Klängen zu wecken. Doch auch Erwachsene können sich damit trübe Tage aufhellen. Übrigens erschien die Fortsetzung erst vor zwanzig Jahren mit „Fantasia 2000.“ Gut Ding will eben Weile haben.

Für die Musiker*innen unseres Vereins – die jungen wie die alten, die großen und die kleinen – bedeutet dieser Freitag der 13. allerdings Verzicht auf die Musikstunde. Oje.

Das Schicksal klopft an

Unerwartet aber unaufhaltsam geht es los. Mit voller Lautstärke dröhnen vier Töne gefolgt von einer Terz, die in einer Fermate verweilt. Dann die Wiederholung des Motives einen Ton tiefer, kleine Terz. Ein scheinbar simpler Auftakt zu einer Sinfonie. Jedes Kind kann das <Ta-Ta-Ta-Taaa> sofort nachsingen. Und doch ist dies eine Klangfolge, die ihre Hörer sofort fesselt und bis zur letzten Note des ersten Satzes (Allegro con brio !!) der Sinfonie in c-moll Opus 67 in Atem hält. Wenn es denn greifbar wäre, das Schicksal, dann so, genauso würde es wohl sein Erscheinen ankündigen. Seit ihrer ersten Aufführung an einem klirrend kalten 22.Dezember 1808 in Wien bewegt Beethovens fünfte Sinfonie die Menschen dazu, an die Grenzen ihres Ichs zu gehen, um zu erspähen, was darüber hinaus existiert.

Nicht umsonst wurde dieser Sinfonie der Titel Schicksalssinfonie verliehen. Der berühmte Autor des Romanzyklus La Comédie humaine (deutsch: Die menschliche Komödie) Honoré de Balzac schrieb, nachdem er eine Aufführung erlebte: „In diesem Mann wohnt eine göttliche Macht. Was wir Schriftsteller darstellen ist begrenzt, was Beethoven uns gibt, ist unendlich.“

Nun, dieser Auftakt passt auch gut zum dem, was uns aktuell bewegt. Mit Wucht hat sich die Pandemie wieder in unser Leben gedrängt und es durchgewirbelt, nachdem wir sie den Sommer über unter Kontrolle glaubten. Die Konsequenz, die uns Musiker unmittelbar trifft, ist, dass wir mindestens im November von gemeinsamen Proben Abstand nehmen. Das ist unser Beitrag zur Verminderung der Ausbreitung dieser hochansteckenden Krankheit. In der folgenden Auswirkung werden die musikliebenden Bittenfelder bedauerlicherweise auf das Jahreskonzert unseres Vereins verzichten müssen. Ohne erprobtes Zusammenspiel gibt es leider auch keinen harmonischen Klang.

Doch ebenso, wie es in der Fünften Sinfonie nach aller Dramatik einen versöhnlichen und vielleicht sogar optimistischen Schlusssatz gibt, genauso werden wir die Pläne zur Aufführung unseres Konzertes nicht sang- und klanglos in der Schublade verschwinden lassen, sondern bei kommender Gelegenheit unseren Beitrag für ein kulturell neu aufblühendes Bittenfeld leisten.

Friedliche Koexistenz

Eigentlich ist das ja ein Begriff aus der Politikwissenschaft. Womöglich ist er in den letzten Jahren ein bisschen aus der Mode gekommen. Doch das Anliegen als solches hat immer noch seine Berechtigung, vielleicht mit passender Ausdehnung auf bisher nicht berücksichtigte Lebensbereiche. Denn auch andere tradierte Konzepte erfahren ja gewisse Erweiterungen. So wurde die von unseren Vorfahren übernommene Einteilung des Jahres in nur vier Jahreszeiten schon vor längerer Zeit um wenigstens eine Fünfte ergänzt. Zumindest in den Fasnets- und Karnevalshochburgen ist man davon felsenfest überzeugt. Die Fans der einwöchigen SWR-Hitparade sehen das ohne Zweifel ebenfalls so. Und hier kommen wir zurück zur friedlichen Koexistenz, die bei dieser Gelegenheit mal wieder einen prächtigen Beweis gefunden hat. Die große Bandbreite und Unterschiedlichkeit der gewünschten und gespielten Musik ist nämlich immer aufs Neue faszinierend, genauso wie das Aushalten der Anderen, die einen gänzlich anderen Musikgeschmack haben. In einer Zeit, in der es ohne Probleme möglich ist, sich jahrelang in der eigenen Informationsblase zu bewegen und nur mit Gleichgesinnten und Gleichgeformten zu kommunizieren, ist das keine Selbstverständlichkeit mehr.

Ob unser Programm zum geplanten Jahreskonzert am 05.Dezember in der Bittenfelder Gemeindehalle die Zuhörer ebenso fesseln wird, wissen wir noch nicht. Aber wir arbeiten feste dran. Natürlich schaffen wir keine 1.000 Titel. Jedoch abwechslungsreich soll der Abend auf jeden Fall werden. Selbstverständlich wird Beethoven mit von der Partie sein, gleichberechtigt mit Ed Sheeran sowie einem musikalischen Beitrag eines unserer eigenen Nachwuchstalente. Feierliches trifft Witziges. Und Augenblicke mit großen Emotionen gehören desgleichen ins Programm.

Bis es soweit ist, bleibt uns Musiker*innen fleißiges Üben und uns allen verantwortungsbewusstes Handeln und Berücksichtigen der Hygieneregeln, so dass im Spätherbst öffentliche Konzerte möglich sein werden.

Doppeltes Vergnügen

Die Bilder gleichen sich mit denen der letzten Woche. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Und doch, eine Woche kann viel Veränderung mit sich bringen.

Leider hat sich die Coronalage verschärft. Deshalb beschloss die Gemeinde der Ulrichskirche, zwei Konfirmationsgottesdienste zu feiern, um mit dieser Maßnahme den Schutz der Konfirmanden und ihrer Familien zu verbessern. So kam es zu dem Novum, dass wir das doppelte Vergnügen hatten, eben zwei Konfirmationsfeiern einen schönen und feierlichen Rahmen zu geben. Dabei ist doppeltes Vergnügen wörtlich zu verstehen, denn die Musik die wir spielten, ist fürwahr schön und hat uns selbst Freude bereitet. Außerdem hatten wir bei beiden Festgottesdiensten eine dankbares Publikum und daher das gute Gefühl, einen Beitrag für einen ganz besonderen und wahrscheinlich unvergesslichen Tag im Leben der jungen Menschen geleistet zu haben.

Doch schon das Vorspiel zu unseren Auftritten war etwas recht Erfreuliches. Schließlich fiel die Entscheidung der Musiker für die zweifache Aufführung einhellig. Dieses Gefühl der Einmütigkeit ist ein gutes Gefühl und darum war die Stimmung trotz der kühlen Temperaturen heiter und sonnig. Letztendlich konnte selbst unser Zentralgestirn nicht anders und schenkte Bittenfeld ein Lächeln.

Nun ist es Zeit, sich dem Jahrabschluss zuzuwenden. Augenblicklich weiß keiner, wie sich die Situation in Deutschland, in Baden-Württemberg, im Rems-Murr-Kreis entwickeln wird. Stand heute werden wir Kurs nehmen auf ein Jahreskonzert. Die Proben und die anderen Vorbereitungen haben bereits begonnen. Dabei ist uns die Einhaltung der Hygieneregeln wichtig. Wir wünschen uns Disziplin und die Übernahme von Verantwortung für sich und andere. Am langen Ende soll nichts und niemand gefährdet werden.

Zu guter Letzt, ebenso für den 24.Dezember haben wir uns vorgenommen, unsere Mitbürger*innen im Flecken mit weihnachtlicher Musik zu erfreuen.

Prüfungen

Auf dem Weg von Behütetsein als Kind hin zum eigenverantwortlich handelnden Erwachsenen haben die Heranreifenden etliche Prüfungen zu bestehen. Da sind jene in der obligatorischen Schule. Hinzu kommen auch einige zwischenmenschliche sowie die in der Fahr- und Tanzschule. Wir im Musikverein freuen uns gleichfalls, wenn unsere jugendlichen Talente ihre Fähigkeiten und ihr musikalisches Wissen am Ende entsprechender Lehrgänge mit dem Erwerb der Leistungsabzeichen beweisen.

Die evangelische Kirchengemeinde bereitet für die Heranwachsenden, die ihr Zugehörigkeit zur Gemeinde ein bestätigen, ein ganz besonders Fest, die Konfirmation. In diesem Jahr allerdings standen und stehen die Konfirmanden und ihre Familien vor ganz außergewöhnlichen Herausforderungen und Prüfungen. Viele liebgewordene Traditionen können nur eingeschränkt oder modifiziert zelebriert werden. Deutlich erkennbar ist das unter Anderem am Zeitpunkt der Festlichkeit, die in den Herbst verschobenen werden musste. Und der Kreis der aktiv mitfeiernden Familienmitglieder hat sicher auch eine Begrenzung erfahren müssen. Weniger sichtbar sind die Prüfungen der eigenen Disziplin, die mit dem Einhalten der wichtigen Hygieneregeln verbunden sind. Doch vor dieser Prüfung stehen wir alle. Je mehr von uns sie bestehen, umso weniger werden wir unter der Pandemie leiden.

Für die Musiker, die am vergangenen Wochenende den Konfirmationsgottesdienst musikalisch mitgestalten durften, war es ebenfalls nicht wie in den Jahren zuvor. Um die Gefährdung anderer zu minimieren, halten wir beim Spielen Sicherheitsabstände ein. Dafür benötigen wir viel Platz. Um diesen den Feiernden in der Kirche zu lassen und um den Effekt der uneingeschränkten Lüftung zu nutzen, haben wir deshalb „open air“ musiziert. Und obwohl die Wetterprognosen am Sonntagmorgen recht ungewiss ausfielen, waren wir uns sehr einig, diesem Tag für die ersten fünf Konfirmanden eine besondere Würde und Feierlichkeit zu verleihen.

Hoffen wir, dass am kommenden Sonntag, wenn die nächsten Konfirmanden ihr Fest feiern, die Sonne nochmals kräftig mitspielt.

Inspiration

Seit Urzeiten streiten Denker, Philosophen und Gelehrte, über die Quelle menschlicher Eingebungen. Es ist schwer zu erklären ja fast mystisch, dass es Menschen gibt, die Ideen haben, auf die niemand vor Ihnen kam. Woher nimmt man wohl den Einfall, sich mit Rädern am Schlitten den Transport schwerer Lasten zu erleichtern?

Die Griechen der Antike entwickelten die Vorstellung der göttlichen Einhauchung. Sie bezeichneten sie aber seinerzeit als Enthusiasmus. Der heute bei uns geläufige lateinische Begriff Inspiration setzte sich erst ab dem 16. Jahrhundert in Europa durch.

Einen ganz neuen Erklärungsvorschlag machte der US-amerikanische Schriftsteller William Faulkner, indem er behauptete „Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt neunundneunzig Prozent Whisky und ein Prozent Schweiß.“ Näher an die Wirklichkeit kam vielleicht Thomas Alva Edison mit seinem berühmten Spruch „Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration.“ Damit meinte der so schöpferische Tüftler und Erfinder wahrscheinlich die Weiterentwicklung bereits vorhandener Konstruktionen und Technologien.

Doch woher beziehen Künstler ihre Inspiration? Maler und Bildhauer schulen ihre Einbildungskraft sicher an der Vielfalt des Lebens, das sie sehen können. Schriftsteller finden vielleicht Vorlagen für Ihre Romane in Geschichten, die das Leben schrieb. Doch woher kommen die Melodien und Tonfolgen, die uns mal als Sinfonien, mal „nur“ als Lieder unterhalten, traurig machen können oder erfreuen?

Auch wir werden in dieser Kolumne das Geheimnis nicht lüften können. Aber das Schöne an der Musik ist, dass jeder, der sie selbst praktiziert, ein Fünkchen Teilhabe am Wunderbaren empfängt.

Der Musikverein „Frei weg“ bietet für Kinder unterschiedlicher Altersstufen diverse Möglichkeiten Musik selbstständig zu erkunden und zu spielen. Es ist noch nicht so lange her, da haben in Bittenfeld Infoveranstaltungen für die neue Bläserklasse und die Blockflötenausbildung stattgefunden. Eltern, die diese Termine verpasst haben, aber für ihre Kinder diese Chancen offen halten wollen, können sich gerne noch bei unserem Jugendleiter Thorsten Wolf melden

E-Mail:            mvb-jugendleiter@bittenfelder.com
Telefon:          07146/42880
Noch sind einige Plätze frei.

Ein Freund, ein guter Freund

Die Musik hat im Laufe ihrer Geschichte mannigfaltigste Bestimmungen gefunden und je nach „Aufgabenstellung“ unterschiedliche Stile und Ausdrucksmöglichkeiten entwickelt. Mit der Wende zum 20.Jahrhundert begann eine Liaison zwischen zwei Kunstformen, die bis heute die Jugend in ihren Bann zieht. Allerdings hatte die live vorgetragene Pianountermalung der ersten bewegten Bilder noch recht wenig mit den heute ziemlich aufwendig produzierten Musikvideos zu tun.

Auf jeden Fall hat diese Verbindung mit den Jahren einige erstaunliche Exemplare hervorgebracht. So wurden zum Beispiel manche Italowestern zu Klassikern gerade wegen der Melodiewelten eines Ennio Morricone.

Auf der anderen Seite haben sich manche Lieder, eigentlich geschaffen für einen Film, so verselbständigt, dass sie selbst zu Evergreens wurden. Dazu kann man ohne Zweifel den James Bondtitel „Skyfall“ zählen, der zum Repertoire unserer Kapelle gehört.

Viel älter aber ebenfalls quicklebendig und im Musikgedächtnis ganzer Generationen ist das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ aus der Filmoperette „Die drei von Tankstelle.“ Wer hat sie nicht auf den Lippen, die Melodie, wenn sie oder er folgende Zeilen liest

Ein Freund, ein guter Freund
Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt…

Interessant, dass so ein ernsthaftes Thema mit einer so fröhlichen Melodie verbunden ist. Immerhin fällt es gar nicht so leicht, einen guten Freund zu finden. Eine feine Möglichkeit, eine tragfähige Freundschaft zu entwickeln, ist das gemeinsame Verbringen der freien Zeit mit Dingen, die man gerne tut, zum Beispiel auch musizieren. Der Musikverein „Frei weg“ bietet für Kinder unterschiedlicher Altersstufen diverse Möglichkeiten zusammen mit Altersgenossen Musik zu machen. Erst vor Kurzen haben in Bittenfeld Infoveranstaltungen für die neue Bläserklasse und die Blockflötenausbildung stattgefunden. Eltern, die diese Termine verpasst haben, aber für ihre Kinder diese Chancen offen halten wollen, können sich gerne noch bei unserem Jugendleiter Thorsten Wolf melden

E-Mail:            mvb-jugendleiter@bittenfelder.com
Telefon:          07146/42880

Noch sind einige Plätze frei.

Na geht doch

während es Leute gibt, die sich treffen, um über Corona zu jammern, haben sich am vergangenen Samstag einige unentwegte Musikfreunde am Zipfelbach getroffen, um etwas zu unternehmen, und zwar den gemeinsamen Ausflug des Gesangvereins „Eintracht“ und des Musikvereins „Frei weg“.

Anfangs schienen es nur wenige zu sein.

Doch das Bild trügt. Schließlich empfehlen die Hygieneregeln ausreichend Abstand. Und überhaupt war das eine Frage der Perspektive. Denn am Ende zeigte sich, dass das Interesse an dieser Form gemeinsamen Erlebens ganz beachtlich ist.

Zwischendrin war es einfach schön.

Na klar hatten wir Glück mit dem Wetter. Klärchen wollte ihren Beitrag zum Gelingen leisten und strahlte über alles hinweg. Die gute Laune, die die Reisenden mitbrachten, tat ihr Übriges. Tja und die Landschaft rund um unseren Heimatort ist jede Erkundung wert.

Bei aller Kreativität, die jeder einzelne aufbringt, um seine Lösungen für durch Covid-19 verursachte Probleme zu finden, war es mal wieder nett, dabei zu sein und Gemeinschaft zu erfahren. Der Gedankenaustausch war anregend und die Aussicht auf den nächsten Ausflug optimistisch.

Bittenfeld – Gemeinsamer Ausflug des Gesang- und des Musikvereins

Wer losläuft, kann stolpern. Wer nichts unternimmt, der kommt nicht vom Fleck. Bei Brecht liest sich das im Original so „Wer den Kampf nicht geteilt hat/ Der wird teilen die Niederlage“ oft zitiert als „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren“.

Jedenfalls wollen wir vom Musikverein unseren gemeinsamen Ausflug mit dem Gesangsverein nur wegen Covid19 nicht sang- und klanglos ausfallen lassen und haben uns entschlossen, ihn in diesem Jahr in etwas anderer Form durchzuführen. Und so findet der Ausflug der diesjährigen Situation geschuldet als Spaziergang um und in Bittenfeld statt. Wir starten

am Samstag 19.September 2020
um 15.30 Uhr
am Musikheim am Zipfelbach

Gemeinsam spazieren wir dann ca. 1 Stunde 30 Minuten um Bittenfeld herum. Anschließend kehren wir zum Abendessen im Musikheim ein.

Um planen zu können, bitten wir alle Interessierten einen Rücklaufzettel bis zum Donnerstag 17. September 2020 bei Brigitte Schmidt in der Schulstraße 17 einzuwerfen. Oder die Teilnahme telefonisch unter 07146 / 41519 anzumelden.

Und hier noch die Wegbeschreibung der Wanderung:
Start Musikheim über „Brückle“. Nach links zwischen Wiesen/Bach zum Waldeingang. Rechts hoch in den Wald. Nach der Sinntafel „Grenzen“ des Besinnungsweges nach links Hochdorf zu. Treppen runter, gegenüber hoch. An Kreuzung links halten. Am großen Holzstapel nach rechts bis breiter Schotterweg (Pferdeweg) kommt. Auf diesen nach rechts bis zur Siegelhäuser Straße (links halten). Straße überqueren dann weiter, etwas versetzt nach rechts, Richtung Gumpen (an Brühleichen hoch). Gumpen runter und über Gumpenstraße/Schillerstraße zurück zum Musikheim.

Diejenigen die weniger wandern wollen oder können nehmen eine für sie passende Abkürzung. Unter Anderem sind möglich:
Über Waldspielplatz / Schulstraße / Schillerstraße oder
Leintelstraße / Schillerstraße oder
direkt 17:00 Uhr zum Musikheim.

Klingende Werkzeuge

Ja was soll man sagen. Die brutheißen Tage sind in unseren Breiten wohl erst mal vorbei. Und auch die Schulferien gehen am kommenden Wochenende wieder zu ende. Statt Spaß und Spiel bestimmen nun Lernen und Arbeit wieder unser Leben. An den volleren Straßen ist es schließlich für alle zu spüren. Wenigstens das Autoradio kann dabei die Stimmung ein bisschen aufhellen.

Apropos Musik nebenbei hören; nicht allen ist es vergönnt, sich hauptamtlich mit Musik zu beschäftigen. Manche dürfen beim Schaffen Unterhaltung genießen. Andere müssen sich beim Geld verdienen bedudeln lassen. Und etliche können im Erwerbsprozess keine Musik konsumieren, weil es der Job nicht zulässt.

Dabei ließe sich mit einigen Arbeitsgeräten eine ganz passable Klangwirkung erzeugen. Und damit ist nicht das Hämmern auf der Tastatur gemeint. Geradezu berüchtigt wurden zum Beispiel die singenden Sägen. Vermutlich gelangweilte Holzfäller in Skandinavien kamen auf die Idee, ein bisschen Abwechslung in ihren Alltag zu bringen. Andere Quellen glauben an Anfänge in Südamerika. Richtig populär machten die „Weaver Brothers“ diese Musik als sie vor gut hundert Jahren mit singenden Sägen durch Europa und die USA tourten.

Man erwartet es kaum, doch eines der bekanntesten Talente an diesem Instrument war Marlene Dietrich, die in den Drehpausen zum Film „Café Electric“ in Wien gemeinsam mit Igo Sym romantische Duette aufführte – er am Klavier. Sie nahm die Säge später mit nach Hollywood und ließ sie dort auf Partys erklingen. So erspielte sie sich den Ruf, die „First Lady“ auf der Singenden Säge zu sein.

So erstaunt es auch nicht, dass in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts namhafte Komponisten dieses kuriose Instrument entdeckten und spezielle Kompositionen dafür erschufen. Unter anderem Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch und Aram Chatschaturjan wussten den besonderen Klang effektvoll zu nutzen.

Keines dieser Stücke findet sich allerdings in unserem Repertoire, wahrscheinlich aus Mangel an geübten Spielern. In unseren Proben

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Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach
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pflegen wir aber auch einen guten Sound. Selbstverständlich unter strenger Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln, um die Gesundheit unserer Musiker*innen nicht zu gefährden.