Sommerfeste 

Europa ist zu Gast in Deutschland, um ein Fest für den Fußball zu zelebrieren. Der Musikverein „Frei weg“ Bittenfeld war zu Gast beim 1. Bittenfelder Sommerfest, das der neugründete Veranstaltungsverein unseres Heimatortes ausgerichtet hat. 

Das Konzept dieses innovativen Events war klug ausgedacht, denn es war für Jeden etwas dabei. Abendliche Party und Disko für die Jungen und selbstverständlich auch die Mädchen wurde geboten. Doch ebenso gab es samstagnachmittägliche Sommergartenatmosphäre für Familien und die älteren Semester mit Kinderschminken, Luftballonkunst und Blasmusik bei bestem Sonnenschein. Tja und dass zufällig zeitgleich die Fußball-EM ausgetragen wird, war sicher auch kein Nachteil für die neue Bittenfelder Partyzone.

Wer nach einer weiteren Gelegenheit für live gespielte Blasmusik sucht, der wird bald wieder in der Bittenfelder Ortsmitte fündig. An traditioneller Stelle, nämlich im Biergarten des Musikheims am Zipfelbach – Restaurants „Bravo“ spielt unsere Kapelle auf zum 

Biergartenkonzert 
Sommerabendklänge
am Freitag, dem 05. Juli ab 18:00 Uhr

Wir laden ein, um bei kühlen Getränken und einer leckeren Mahlzeit die Woche mit kultivierter Unterhaltungsmusik ausklingen lassen. 

„Es schwinden jedes Kummers Falten, solang des Liedes Zauber walten.“

Friedrich von Schiller

Damit auch die kleinsten Bittenfelder solche magischen Kräfte finden, suchen wir für die Fortführung unserer bewährten Jugendausbildung für den 

Blockflöten-Unterricht
eine Ausbilderin oder einen Ausbilder
ab Oktober 2024.

Interessierte kontaktieren bitte:
mvb-jugendleiter@bittenfelder.com

Von Rock und Zarathustra

An den Freitagen der letzten Wochen standen zwei Probeninhalte an. Zum einen bereiten wir – also die Musikerinnen und Musiker der aktiven Kapelle – uns schon auf unseren Workshop mit dem Trompeter und Arrangeur Joachim Hilse vor, bei dem wir Ende Juli die Finessen der Rockmusik ausloten wollen. 

Zum anderen machen wir uns parallel dazu fit für das

1. BITTENFELDER SOMMERFEST
14.-15. Juni 2024
auf den Festplatz bei Familie Walter Motzer
Bittenfeld Römerstraße 80

Die Kapelle des Musikvereins „Frei weg“ spielt am Samstag, dem 15. Juni ab 14:00 Uhr.

Zwei Schwerpunkte? Da bleibt doch noch ein bisschen Zeit sich mal in der Musikwelt umzuhören. Am Dienstag dieser Woche jährte sich zum 160. Mal der Geburtstag von Richard Strauss. Es hat sage und schreibe 15 Opern komponiert, darunter so bekannte Werke wie „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“. Heutzutage von ihm am meisten gespielt wird aber wahrscheinlich die Einleitung aus der Tondichtung „Also sprach Zarathustra“. Dieses nicht mal zwei Minuten dauernde Stückchen wurde weltberühmt durch die Verwendung in Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Es charakterisiert den Anfang eines großen Ereignisses so genial, dass es darüber hinaus in weiteren 16 Spielfilmen zitiert wurde. Auch Elvis Presley benutzte das Motiv als stets grandiose Einleitung jedes seiner Konzerte ab 1971. Das Herbstkonzert 2011 unseres Vereins begann ebenfalls mit diesen Takten.

Am morgigen Freitag feiert Gianna Nannini, die „Königin des Italo-Rock“, ihren 70. Geburtstag. Wir gratulieren. Ihr Fußball-WM-Song „Un’estate italiana“ begleitete das deutschen Nationalteam 1990 zum Titelgewinn. In diesem Jahr bei der Europameisterschaft müssen die Spieler leider auf ihre Unterstützung verzichten. Doch vielleicht hilft ja der Song „Sternenhimmel“ von Hubert Kah in ähnlich magischer Weise.

Musik kann ungeahnte Kräfte mobilisieren.

Damit auch die kleinsten Bittenfelder von solcher Kraft profitieren können, suchen wir für die Fortführung unserer bewährten Jugendausbildung für den 

Blockflöten-Unterricht
eine Ausbilderin oder einen Ausbilder
ab Oktober 2024.

Interessierte kontaktieren bitte:
mvb-jugendleiter@bittenfelder.com

Wer die Wahl hat, …

… der darf sich glücklich preisen. Mitunter hat man sie leider nicht. Dann muss man das Beste aus der Situation machen. Aufgrund der unsicheren Wetterlage am vergangenen Donnertag musste der Gottesdienst zu Fronleichnam in die Kirche verlegt werden. Trotz der Umstände war es ein gelungenes und schönes Fest.

Dieser Auftritt war der letzte Festliche vor den Sommerferien. Nun bereiten wir uns vor auf die Unterhaltungsmusik für das

1. BITTENFELDER SOMMERFEST
14.-15. Juni 2024
auf den Festplatz bei Familie Walter Motzer
Bittenfeld Römerstraße 80

Die Kapelle des Musikvereins „Frei weg“ spielt am Samstag, dem 15. Juni ab 14:00 Uhr

Und noch etwas wollen wir gut vorbereiten, nämlich die Fortführung unserer bewährten Jugendausbildung. Dafür suchen wir 

Ausbilder*in
Blockflöten-Unterricht
ab Oktober 2024.

Interessierte kontaktieren bitte: mvb-jugendleiter@bittenfelder.com

Aufsehenerregendes

Der Mai neigt sich schon wieder seinem Ende zu. Bevor wir jedoch in den Juni eintreten, wollen wir mal nachschauen, was der heutige Tag in der Musikgeschichte so alles zu bieten hat. 

Für viele ist der 29.05.2010 wahrscheinlich in guter Erinnerung, war das doch der Tag, an dem Lena Meyer-Landrut mit dem Titel „Satellite“ den Eurovision Song Contest in Bærum (Oslo) gewinnen konnte. Ihr nachfolgende Künstlerinnen und Künstler, die für Deutschland antraten, hatten nicht so viel Glück, mit dem richtigen Lied am richtigen Platz zu sein.

Ein deutlicher Misserfolg war hingegen die Uraufführung des Balletts „Le sacre du printemps“ am 29.05.1913, für das der am Anfang seiner Karriere stehende Igor Strawinsky die Musik komponiert hatte. Allerdings wird das Wort Misserfolg diesem Ereignis nicht gerecht. Damals vor 101 Jahren ereignete sich im Théâtre des Champs-Élysées in Paris ein regelrechter Tumult. Die New York Times berichtet wenige Tage später: Die „Pariser pfeifen das neue Ballett aus […] Intendant muss das Licht anschalten, um die feindseligen Proteste zu beenden, während der Tanz weitergeht.“ Vermutlich war es nur der stoischen Ruhe des Dirigenten Pierre Monteux zu verdanken, dass die Aufführung überhaupt zu Ende gespielt werden konnte. Woran lag es? Nun an den Musikern sicher nicht. Schließlich war das Orchester fast ausschließlich mit Bläsern und Schlagwerkern besetzt. Der Komponist selbst gab vor allem dem für die tänzerische Umsetzung Verantwortlichen Vaslav Nijinsky die Schuld, der das Werk aus seiner Sicht choreographisch nicht bewältigen konnte. Vielleicht war die Musik für die Besucher damals zu unerhört und fremd. Heute gilt sie mit ihren außergewöhnlicher rhythmischen und klanglichen Strukturen und zahlreichen Dissonanzen sowie mehrfach schneidend-scharfen Einwürfen als ein Schlüsselwerk der Neuen Musik. Aber damals …? Wie dem auch sei, dieser Skandal machte Igor Strawinsky endgültig berühmt.

Die Musikerinnen und Musiker unseres Vereins wollen den 

Gottesdienst zu Fronleichnam
am Donnerstag 30. Mai ab 10:30 Uhr

für die Besucher auf jeden mit schöner Musik feierlich gestalten.

Freude durch Musik

Die Musikerinnen und Musiker unserer Kapelle hatten Ende April eine spannende Zeit, als sie sich sowohl auf die feierliche Musik zum Konfirmationsgottesdienst und parallel dazu auf das Fest zum 1. Mai vorbereiteten. Quasi als Fortsetzung dieses Spagats haben wir nun wieder zwei Auftritte vor uns, die wirklich unterschiedlicher Natur sind. 

Zuerst freuen wir uns auf festliche Klänge beim 

Gottesdienst zu Fronleichnam
am Donnerstag 30. Mai ab 10:30 Uhr

Traditionell findet er bei schönem Wetter auf dem Gelände des ehemaligen Kindergartens direkt neben der katholischen Kirche St. Martin Bittenfeld statt, bei Regen in der Kirche.

Nur zwei Wochen später spielen wir auf beim

1. BITTENFELDER SOMMERFEST
14.-15. Juni 2024
auf den Festplatz bei Familie Walter Motzer
Bittenfeld Römerstraße 80

Hier beteiligt sich der Musikverein „Frei weg“ am Samstag, dem 15. Juni ab 14:00 Uhr mit gepflegter Unterhaltungsmusik.

Aber egal bei welcher Gelegenheit. Freude soll die Musik immer bescheren. Dafür lohnt es sich, auch einige Mühen auf sich zu nehmen. Wer sich beteiligen möchte, ist eingeladen zu unseren 

Musikstunden immer freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Musik im Kaukasus

Es gibt Ecken Europas, die geraten uns im Alltag aus dem Blick, bis sie – wie jüngst mit der Kaukasusrepublik Georgien geschehen – mal wieder in die Schlagzeilen kommen.

Dabei lohnt eine Betrachtung dieser uralten Kulturlandschaft nicht nur bei politischen Anlässen. Die Musik Georgiens gehört zweifellos zur europäischen Musiktradition, hat aber eine recht eigenwillige Entwicklung genommen. Typisch für Gebirgsregionen ist die Herausbildung eines Gesanges mit Kopfstimme ähnlich dem Jodeln der Alpenbewohner, der eine Verständigung auch weit über die Täler hinweg ermöglicht. Speziell für dieses Gestade am Schwarzen Meer ist der Einfluss frühchristlicher griechischer Gemeinden und Herausbildung einer eigenen alt-orthodoxen Liturgie. Die zugehörige Musik reifte abgeschirmt von den Einflüssen der westlichen antiken Welt zu einer äußerst frühen Form der Mehrstimmigkeit. Sie unterscheidet sich deutlich von der Polyphonie, die sich dann ca. 300 Jahre später im Mittelalter in Frankreich und im deutschsprachigen Raum herausbildete und bei der ursprünglich nur der Textvortrag im Tenor durch eine darüber liegende Alt- und eine tieferliegende Bassstimme harmonisch begleitet wurde. In der traditionellen georgischen polyphonen Musik hingegen führen die Gesangsstimmen ein ausgeprägtes Eigenleben, ein bisschen so, als ob sie durcheinander reden würden. Für unsere Ohren klingt das ungewohnt. Von der UNESCO wurde diese Musik in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Vielleicht wegen der Stärke des Gesangs ist das Instrument, das heute die Musik Georgiens charakterisiert, die Panduri, eine dreiseitige gezupfte Laute und eben kein Blasinstrument. So wollen wir es denn heute bei einem theoretischen Ausflug in diese exotische Welt bewenden lassen. Wer sich praktisch mit Musik beschäftigen möchte, kommt am besten zu den

Musikstunden immer freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

Hotspot

Der Begriff Hotspot ist heutzutage in aller Munde, sei es um Zonen mit kostenfreiem WLAN-Zugriff zu beschreiben oder um die zahlreichen Krisenherde dieser Welt zu benennen. Wissenschaftler, die unser Zentralgestirn erforschen, haben auf der Sonnenoberfläche auch besonders heiße Punkte gefunden. Diese werden allerdings merkwürdigerweise Sonnenflecken aber eben nicht Hotspot genannt. Wenn man sich von den geläufigen Definitionen noch weiter entfernt, so kann man den 1. Mai in diesem Jahr ebenfalls als Hotspot bezeichnen. Er war schließlich der einzige Tag der vergangenen Woche, an dem es richtig schön sonnig und warm war. Wir wollen für die Gunst des Wetters dankbar sein, hat sie doch zum Erfolg unseres Festes beigetragen.

Vor einem gutgelaunten Publikum haben wir zwei Stunden ohne Pause eine bunte Mischung zwischen Polka und Pop zum Besten gegeben. 

Parallel dazu lief der Festbetrieb, der ohne die vielen unermüdlichen Helfer gar nicht möglich gewesen wäre. Für diese großherzige Unterstützung des Musikvereins „Frei weg“ wollen wir uns an dieser Stelle aufrichtig bedanken.

Diejenigen Gäste, die unsere Feste öfter besuchen, werden etliche neue Gesichter an den Ständen und Ausgaben entdeckt haben. In diesem Jahr haben uns nämlich die Frauen und Männer des neugegründeten „Veranstaltungsverein Bittenfeld“ verstärkt. Bei ihrem 

1. BITTENFELDER SOMMERFEST
14.-15. Juni 2024
auf den Festplatz bei Familie Walter Motzer
Bittenfeld Römerstraße 80

wollen wir uns am Samstag, dem 15. Juni ab 14:00 Uhr mit einem zünftigen Auftritt revanchieren.

Bedanken wollen wir uns gleichfalls für die köstliche Unterstützung, die wir durch die zahlreichen Spenden an Kuchen und Torten bekamen. Sie waren an diesem sonnigen Festtag das Tüpfelchen auf dem I. 

Für die musikalische Abrundung sorgte in bewährter Manier der „Alpexpress“. Thank you for the music.

In diesem kleinen Artikel am Schluss, doch in der Wichtigkeit für das Fest am 1. Mai ganz oben, steht die Familie Motzer. Mittlerweile einer kleinen Tradition folgend haben sie das Gelände auf ihrem Hof zur Verfügung gestellt, sowie technische und tatkräftige Unterstützung beim Auf- und Abbau geleistet. Dank von ganzem Herzen für diese Großmütigkeit.

Ein Marsch, ein Kanon und Gospel

Heute, da diese Zeilen für das Mitteilungsblatt verfasst werden, liegt der 1. Mai noch vor und die Konfirmation bereits hinter uns. Mit anderen Worten, über das wichtigste Fest des Musikvereins kann man noch nicht berichten. Und es ist Gelegenheit für eine kleine musikalische Nachlese zur Konfirmation. 

Unser Anliegen bei einem solchen Auftritt ist es, den Festgottesdienst würdevoll zu umrahmen und den jungen Erwachsenen und ihren Familien eindrucksvolle Hörerlebnisse zu schenken. Unser Dirigent Jürgen Burgstaller hatte zu diesem Anlass eine interessante Zusammenstellung recht unterschiedlicher Werke mit uns einstudiert.

Für das Hereinschreiten der Konfirmanden intonierten wir einen Marsch, und zwar einen, der ursprünglich für den Dudelsack komponiert wurde. In Schottland ist er so populär, dass er sogar als neue Nationalhymne vorgeschlagen wurde. Daran sieht man, dass die Schotten Musik noch mehr lieben als ihre Traditionen, denn der Hymnus ist relativ jung. Er wurde erst 1982 komponiert und zwar von zwei Deutschen, Ulrich Roever und Michael Korb.

Ebenfalls aus der Feder eines deutschen Komponisten stammt das Werk für das Zwischenspiel. Es war eine Blasmusikversion des wohl bekanntesten Kanons der Barockzeit. Johann Christoph Pachelbel hat viel Kirchenmusik verfasst und war ein bedeutender Organist seiner Zeit mit etlichen Wirkungsstätten im gesamten deutschsprachigen Raum, unter anderem auch in Stuttgart. Für uns ist sein Name aber mit diesem unglaublichen Ohrwurm verbunden. Vermutlich hat er ihn vor ziemlich genau 330 Jahren für die Hochzeit Johann Christoph Bachs, dem älteren Bruder Johann Sebastian Bachs, geschrieben.

Zum Abschluss des Gottesdienstes – wenn die Anspannung sich üblicherweise legt – spielten wir „Gospel John“ des amerikanischen Komponisten und Musiklehrers Jeff Steinberg. Beschwingt und doch feierlich schritten die Konfirmierten zu den Klängen der Musik aus der Kirche und die weiteren Festlichkeiten in den Familien konnten sich anschließen.