Kunst ist das Gegenteil von Krieg. Denn Kunst eint und verbindet, während Krieg zerreißt und trennt. Aber Kunst, die sich immer an das Menschliche in uns wendet, stiftet Brücken nicht nur zwischen Nationen, Völkern oder Staaten. Stets stellt sie auch ein Band zwischen Künstler und Publikum her. Und diese Bindung greift nicht nur über Grenzen und Sprachen, sondern ebenso über die Zeit. Wir wissen nichts über die Menschen, die in Urzeiten Wände an Felsen oder in Höhlen bemalten. Doch ihre Bilder berühren uns noch heute.
So vielfältig die Arten des Kunstschaffens sind, so unterschiedlich sind die Interaktionen zwischen Schöpfer und Genießer. Der Musik fällt hier eine Sonderrolle zu. Schließlich ist sie – genauso wie das Theater – auf lebendige Interpretation angewiesen. Doch während der Interessierte ein Drama auch selber lesend konsumieren kann, sind die wenigsten Menschen in der Lage, bei der Lektüre einer Partitur oder wenigstens eines Notenblattes Vergnügen zu empfinden.
Und noch eine Besonderheit zeigt die Musik. Aus einem musikalischen Gedanken können nämlich viele Werke entstehen. Im einfachsten Fall bleibt es dem Geschick und dem Empfinden der Musizierenden überlassen, ihren ganz eigenen Anteil in das Gesamtkunstwerk einzubringen. Mitunter sind es aber spezielle Mittler, die ein Musikstück so umformen, dass es mit anderen Instrumenten für mehr oder weniger Musizierende überhaupt spielbar wird. Diese besondere künstlerische Arbeit wird von Arrangeuren vollbracht.
Und genauso wie nicht jeder Komponist ein Virtuose am Instrument sein muss, und umgekehrt, ist die Begabung zum Arrangieren nicht jedem Tonkünstler gegeben. Umso mehr freut es den Musikverein, dass sich in seinen Reihen ein solches Talent offenbart hat. Lyra Weik hat für das Orchester mehrfach ganz spezifische auf ihre Musikfreunde zugeschnittene Musikstücke geschaffen.
Diese Leistung wurde am Mittwoch der vergangenen Woche im Rahmen der Vereinsehrung in Bittenfeld gewürdigt.
Allen Bittenfelderinnen und Bittenfeldern wünschen wir
Frohe Ostern
