Advent

Die Natur ist kein Ponyhof, in dem niedliche arglose Rehkitze kleine Abenteuer bestehen. Gerade der Winter stellt doch für viele Pflanzen und Tiere eine Zeit der Entbehrungen dar. Auch für die menschlichen Bewohner der nördlichen Breiten war die kalte Jahreszeit bei weitem kein Zuckerschlecken. Vielleicht haben gerade deshalb unsere Vorfahren so viele Traditionen ersonnen, die die letzten Wochen eines Jahres mit Licht und Wärme erfüllen sollen. Zum Wohlfühlen gehört aber genauso etwas für das Herz. Musik spielt dabei eine wichtige Rolle. In Bittenfeld bietet der lebendige Adventskalender viele von diesen besinnlichen Leckereien. Jedoch zwei dieser Türchen, die noch ungeöffnet vor uns liegen, bieten besonders reichlich schöne Melodien zur Vorweihnachtszeit.

2.Advent
8. Dezember um 18:00 Uhr
mit Poco Loco / Gesangverein
Evangelische Ulrichskirche

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22. Dezember
Waldweihnacht
unter Mitwirkung des Musikvereins
17:30 Uhr Treffpunkt an der Schillerschule

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Musik – Sein & Schein

am vergangenen Samstag wusste das kunstsinnige Bittenfeld einen Ort sich zu versammeln, nämlich in der Zehntscheune, um dem Jahreskonzert der beiden Orchester unseres Vereines zu lauschen.

Musik hat ein sonderbares Wesen. Sie kann wertvoll sein, bisweilen sogar kostbar. Sie bereichert uns, zweifellos. Sie kann uns bewegen. Und doch, niemand kann sie festhalten oder einstecken. Das Geschenk der Musik ist flüchtig. Die Melodien verklingen. Was bleibt sind jene Kunstfreunde, die sich von der Musik in ein Wirbelbad der Gefühle versetzen ließen.

Unser Konzert mutete an wie ein Kaleidoskop und war ein Strom sich fortwährend wandelnder Bilder, Ideen und Emotionen. Immer neue Facetten zeigten die ganze Vielfalt der musikalischen Welt.

Die Jugendkapelle unter der Leitung Claudia Kranichs demonstrierte mit gewachsenem Selbstvertrauen und aufblühender Klangstärke Lebensfreude, ob nun mit karibischem Charme oder der afrikanischer Urkraft der friedlichen Unruhe.

Die aktive Kapelle – zum letzten Mal dirigiert von Juan Mauricio Bahamón Jaramillo – zog den Bogen weiter, beginnend mit einem aufmunternden Marsch über ungewöhnliche Rhythmen eines kolumbianischen Fandangos bis zu sinfonischen Erzählungen und einem Reigen bekannter musikalischer Publikumserfolge. Bei alle dem blitzte immer mal wieder der Schalk durch. Schließlich ist nicht alles so, wie es scheint.

Getreu dem Motto: „Das Beste kommt zu Schluss“ erlebte Bittenfeld eine Uraufführung. Mit dem Stück „The End“ debütierte unser junges Talent Johannes Weik in der Musikszene und setzte damit diesem Abend einen außergewöhnlichen Schlusspunkt.

Doch was ist ein Konzert ohne die vielen rührigen Hände. Und so danken wir denen, die mit ihren Händen das Konzert vorbereiteten, sowie jenen die an diesem Abend all die vielen Arbeiten verrichteten, damit sich unsere Besucher rundum stärken konnten. Und schließlich danken wir den Händen, die den Musikern mit ihrem Applaus die Energie verliehen, ohne die ein solches Kunstschaffen undenkbar ist.

November 2019

Der Monat November hat begonnen. Es ist der Monat, der uns vom eben noch leuchtenden Nachsommer trennt und der uns behutsam in die Erwartungswelt der Vorweihnacht führt. Die Musiker sind in der Schlussphase der Vorbereitungen auf unser Jahreskonzert, das am 16. November in der Zehntscheune in Bittenfeld stattfindet. Es ist gewöhnlich ein kultureller Höhepunkt in diesem Jahresabschnitt, in dem einige Feiertage zu gedanklicher Einkehr und Gedenken an jene einladen, die nicht mehr unter uns weilen.

Mittenhinein traf uns unerwartet die Nachricht vom Ableben unserer Ortsvorsteherin Frau Anja Wenninger. Das ist ein wirklicher Verlust für unsere Gemeinde. Wie kaum eine andere hat sich Frau Wenninger in so vielen Lebensbereichen für Bittenfeld engagiert. Und sehr aktiv hat sie ebenso das kulturelle Leben hier im Ort gefördert. Zahlreiche Aktivitäten sind untrennbar mit ihrem Wirken verbunden. Auch dem Musikverein hat sie mit persönlichem Einsatz und im wirklichen Wortsinn tatkräftig zur Seite gestanden.

In wenigen Tagen werden sich die Bittenfelder beim Martinimarkt – oder wie es traditionell genannt wird – bei der Bittenfelder Kirbe treffen und ihre Gedanken austauschen. Der Musikverein wird wie gewohnt seine Spezialitäten an der Bushaltestelle am Zipfelbach anbieten. Doch in diesem Jahr wird wohl über allem etwas Wehmut liegen.

Probenwochenende

In Oberschöntal, konkret in der Schöntaler Scheuer war am vergangenen Wochenende einiges los. Angesagt waren Mühsal und Spiel, beides beim Proben der neuen Stücke für das Herbstkonzert. Weil der Schweiß in Strömen floss beim fleißigen Üben und die Tränen kaum trockneten vom herzhaften Lachen, sind keine Bilder überliefert. Aber lassen wir doch Teilnehmer sprechen „Wie das halt bei solchen Wochenenden ist, sehr viel Musik, sehr sehr viel Spaß. Alt und Jung zusammen. Und das Gemeinsame fand ich das Schöne. Es wurde zwar sehr spät, aber alle Übernachtungsgäste, die gefeiert haben, waren um 9 Uhr zur Probe.“ Und weiter „Man bekommt bei solchen WE eben einen ganz anderen Kontakt, auch über Generationen hinweg.“ Eine Teilnehmerin ergänzte „Es war anstrengend auf produktive Weise und hat dennoch total viel Spaß gemacht.“ Wir hoffen, dass genau dieser Spirit hörbar wird beim

Herbstkonzert 2019
16.November Beginn 19:00 Uhr
Zehntscheuer in Bittenfeld

Für die regelmäßige Freude an der Musik empfehlen wir folgende Termine

Bläserklasse
donnerstags von 18:15 bis 19:15 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der Jugendkapelle
freitags von 18:30 bis 19:30 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Was für ein Wochenende

Ojojoj, was für ein Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag durften wir uns neben interessanten Gesprächen an leckeren Steaks, Würstchen und gegrillten Maiskolben erfreuen, die von phantasievollen Salaten harmonisch begleitet wurden.

Abgerundet wurde das gemütliche Familienfest von einem gelungenen Entertainment. Vielen Dank für die witzigen Spielrunden, die anregende Einsichten boten und die unsere Lachmuskel recht plagten.

Nichtsdestoweniger gleich am Sonntag ging es weiter zum gemeinsamen Ausflug mit den Musikfreunden vom Gesangverein. Nun gab es neben Ein- auch noch Aussichten, denn bereits die Anreise nach Zwiefalten war ein rechter Augenschmaus. Wer das – noch etwas schläfrig im Bus – nicht bemerkte, dem wurde das Wunder schöner Landschaften spätestens nach einer Höhlenbootsfahrt klar, als er wieder ans Tageslicht zurückkehren durfte.

Doch nicht nur die Natur überrascht mit neuen Horizonten. Eine Klosterkirche kann das ebenso. Das barocke Juwel in Zwiefalten allemal. Aber was um Himmels willen, ließ hier die Blicke nach oben schweifen?

Wer dabei war, erinnert sich.

Herzlichen Dank an die Organisatoren, die unsere Herzen in Bittenfeld beim Vereinsfestle und beim Ausflug nach Zwiefalten mit so wunderbaren Andenken füllten.

Jugendmusikcamp 2019 mit Bittenfelder Beteiligung

Nanu, mag sich der aufmerksame Leser dieser Rubrik fragen, nochmal die Werbung für das Abschlusskonzert des Jugendmusikcamps am Sonntag 18.08.2019 in Schwäbisch Gmünd. Was hat das mit Bittenfeld zu tun? Nun das ist ganz zweifach. Denn zwei patente Mädel – Eliana und Jule – die in unserem aktiven Orchester in der ersten Reihe spielen, werden nächsten Sonntag vor einem noch größeren Publikum zeigen, was sie draufhaben. Eine Fanabordnung aus ihrem schönen Heimatort ist dabei sicher eine gute Unterstützung.

Juni, oh Juni

es fehlten nur noch ein paar Stunden bis zum magischen Mitsommer, da zeigte der Juni, was in ihm steckt – jede Menge Energie nämlich. Die entlud sich in einem wahrhaftigen Unwetter mit Hagel und allem Drum und Dran am vergangenen Donnerstag über Bittenfeld. Wohl dem, der zu diesem Zeitpunkt ein Dach über dem Kopf hatte. Die Besucher des Festes der katholischen Kirchengemeinde jedenfalls wurden schon ein bisschen erschreckt.

Zum Auftakt an diesem Tag suchten die Besucher gleichwohl ebenfalls ein Dach über dem Kopf, allerdings um ein wenig Schatten zu erhaschen. Während des Gottesdienstes unter freiem Himmel war es bereits ziemlich heiß. Trotz dieser nicht einfachen Umstände haben wir aber für die festliche Umrahmung des Gottesdienstes unser Bestes gegeben. Den Höhepunkt unseres Auftritts bildete dabei unsere Interpretation des Kanons in D-Dur von Pachelbel. Extra dafür hatten wir sogar drei Pauken mitgebracht. So war allein die Anlieferung und Abholung aller Instrumente für unseren Schlagzeuger eine logistische Herausforderung, für die ein Kfz nicht genügte.

Doch für gute Musik sollte man keine Herausforderung scheuen. Dazu gehört auch disziplinierte Probenarbeit. Wer sich dem anschließen möchte, dem empfehlen wir folgende Termine

Bläserklasse
donnerstags von 18:15 bis 19:15 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der Jugendkapelle
freitags von 18:30 bis 19:30 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach

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Der neue Blockflötenkurs wird ab Sommer immer mittwochs stattfinden.

Ehrungen

Es gibt Orte in dieser Welt, da wurde Geschichte geschrieben. Es gibt Orte in dieser Welt, die sind Geschichte und vergessen. Es gibt aber auch Orte, da scheint die Zeit keine Rolle zu spielen. Orte, die aus der Zeit gefallen sind und an denen man auf seltsame Weise den Hauch der Geschichte spürt. Auch Bittenfeld hat solch magische Plätze. Der alte Friedhof gehört dazu. Wenn man sich Zeit nimmt und dort verweilt, kann man ein Bittenfeld erleben, das bereits früheren Generationen vertraut gewesen sein dürfte.

Nicht weit davon – in der Zehntscheune – konnte man vor einigen Tagen eine andere hervorragende Seite Bittenfelds bestaunen. Einer guten Tradition folgend, werden einmal im Jahr besondere Bittenfelder geehrt. Dabei sind die Gründe für jene Auszeichnungen vielfältig. Wir vom Musikverein sind stolz darauf, dass wir aus diesem Anlass gerade unsere erfolgreiche Jugendarbeit vorzeigen dürfen. In diesem Jahr waren es 10 junge Bittenfelder Musiker, deren Leistungen gewürdigt wurden.

Julius Gierer, Tamara Schmalzried, Alina Schmidt und Tabea Wolf haben im April 2018 eine Woche Lehrgang mit Prüfung in Praxis und Theorie für das Leistungsabzeichen in Bronze der Bläserjugend Baden- Württemberg absolviert. Dies ist die dritthöchste Auszeichnung für Amateurmusiker im Jugendbereich in Deutschland.

Die zweithöchste Auszeichnung für Amateurmusiker im Jugendbereich in Deutschland, nämlich das Leistungsabzeichen in Silber der Bläserjugend Baden- Württemberg haben Robert Gierer, Monia Schmalzried, Tobias Schmalzried, Jule Weik, Johannes Weik und Eliana Wolf errungen.

Geschenkt bekommt man soetwas nicht. Da stecken viel Fleiß, Engagement und Leistungsbereitschaft drinnen.

Wir gratulieren.

Musik und Felsen

Musik und Felsen sind scheinbar unvereinbar in ihrer Existenz. Schließlich ist der Fels Inbegriff des Stabilen und Unvergänglichen. Er ist so sehr als Sinnbild geeignet, dass jenes in der Bibel an etlichen Stellen in Erscheinung tritt.

Musik dagegen ist nur noch schöne Erinnerung sobald die letzten Takte verklungen sind.

Doch diese Quadratur des Kreises aufzulösen ist – fast wie selbstverständlich – in unserem schönen Bundesland gelungen. Denn ca. anderthalb Autostunden von Bittenfeld entfernt, unweit der Gemeinde Schelklingen wurde in einer Höhle das bisher älteste Musikinstrument der Menschheit gefunden. Es ist eine Flöte. Der Fundort heißt der „Hohle Fels.“

Eine andere nicht minder interessante Verbindung zwischen live gespielter Blasmusik und Gesteinsformationen fand sich am vergangenen Sonntag beim festlichen Gottesdienst zur Konfirmation, bei dem sich diesmal thematisch viel um Felsen drehte. Für uns ist die feierliche Umrahmung dieses wichtigen Tages im Leben unser jungen Mitbürger immer etwas Besonderes, die uns selbst Freude bereitet. In diesem Jahr hatten wir mit dem Stück „No roots“ auch ein spezielles Geschenk für die Konfirmanden dabei, das wohl ganz nach ihrem Geschmack war.

Aber auch uns erwartete eine angenehme Überraschung. Pfarrer Finnern ließ es sich nämlich nicht nehmen, uns sehr ausführlich auch im Namen der Gemeinde zu danken. Bereits bei der nächsten Probe, werden wir uns das Dankeschön auf dem Gaumen zergehen lassen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.