unendliche Weiten, Sternentagebuch 12.05.2016. Stand heute kann man zum Café am Ende des Universums nur per Anhalter reisen und das auch nur, wenn man gemeinsam mit den richtigen Mitreisenden das richtige Flugobjekt erwischt. Ansonsten muss man sich leider mit einem Blick in die Tiefe des Raums begnügen. Bedauerlicherweise gibt es viel zu wenige Orte, an die man ohne Aufwand Weltraumreisen unternehmen kann. Eine Ausnahme ist Bittenfeld, genauer gesagt das Rathaus mit der wunderbaren Ausstellung „Wunder des Himmels – Naturschönheiten bei Tag und Nacht“, die nun bis Ende Mai verlängert wurde.
Das ist eine prima Gelegenheit, sich phantastische Naturphänomene anzusehen. Aber ach wie schade, man kann sie nicht hören. Heute weiß man, dass Schallwellen für ihre Verbreitung ein Medium wie zum Beispiel Luft benötigen. Im luftleeren Vakuum des Weltalls bleibt es stumm.
Unsere Vorfahren dachten da anders. Für sie konnte die Herrlichkeit des Sternenhimmels nur mit Musik verbunden sein. Was denn sonst könnte uns das Erhabene fühlen lassen? Generationen von Denkern, Philosophen und Wissenschaftler versuchten ein System zu ersinnen, dass diese Himmelsmusik erklärte. Bereits Pythagoras beschäftigte sich neben seinem berühmten Dreieck mit einer möglichen Anordnung der Planeten in Sphären. Denn durch die streng gleichförmigen Kreisbewegungen der Planeten in diesen Sphären entsteht – so seine Auffassung – ein kosmischer Klang, die „Himmelsharmonie.“ Diese ist jedoch für uns unhörbar, da sie ununterbrochen erklingt und uns nur durch ihr Gegenteil, durch einen Gegensatz zwischen Klang und Stille zu Bewusstsein käme. Einer Legende zufolge war Pythagoras der einzige Mensch, der die Himmelsharmonie hören konnte.
Kommen wir zurück in unsere Sphären und zu Musik die jeder hören kann. Festlich und hoffentlich bei schönem Wetter umrahmen wir den
Gottesdienst zu Fronleichnam
am 26.Mai 2016
10:00 – 12:00 Uhr
im Garten des Kindergartens neben der katholischen Kirche.
