Wo waren wir doch gleich stehen geblieben?

Ach ja, das Jahreskonzert ist vorbei. Für ein Orchester ist ein gelungener Auftritt auch immer eine Zäsur. Noch in der Festzeltsaison hatten die Vorbereitungen begonnen. Es wurden die ersten Stücke rausgesucht. Und Noten wurden verteilt, damit man die schwierigen Passagen ausführlich üben kann. Alle Anstrengung waren auf den einen Abend ausgerichtet. Wenn es vorbei ist, fällt auch die Anspannung. Doch ein gutes Team berappelt sich schnell. Die Musikstunde vergangene Woche war jedenfalls gut besucht, denn der Jahresendspurt fordert uns noch. Da ist zum einen für unseren musikalischen Nachwuchs die

Jugend-Weihnachtsfeier
Samstag 09.Dezember um 15:00 Uhr
im Restaurant am Zipfelbach (Musikheim)

Dort hat die Jugendkapelle schon bald ihren nächsten Auftritt, genauso wie die Bläserklasse. Überhaupt bekommen alle Kinder und Jugendlichen, die bei uns im Verein ein Instrument erlernen, die Gelegenheit, ihr Können einem interessierten Publikum zu zeigen. Insgesamt soll das für die Besucher ein schöner Nachmittag werden. Das Team des Restaurants am Zipfelbach wird dafür sorgen, dass nicht nur die Ohren auf ihre Kosten kommen.

Musiker der aktiven Kapelle werden den Damen des Chores poco loco zur Seiten stehen wenn am

17.Dezember um 17:30 Uhr
in der Ulrichskirche
beim lebendigen Adventkalender

eine weitere Tür mit Singen und Musik zum Advent geöffnet wird. Eine festliche Stimmung ist Programm an diesem letzten Sonntag vor dem Heiligen Abend, an dem wir selbstverständlich auch wieder in Bittenfeld mit weihnachtlichen Weisen präsent sein werden.

Hm, noch ein volles Programm in den letzten Wochen des Jahres. Aber wo waren wir eigentlich in der letzten Ausgabe des Blättles stehen geblieben? Richtig, bei der Entdeckung der Oboe in unseren Reihen. Als Instrument ist die Oboe ein Kind des Barock. Ihre Ahnen waren die Schalmein. Das Mittelalter hinweg wurden diese gerne benutzt, um bei Hofe für Vergnügen zu sorgen. Im Barock mit seinen egozentrischen Herrscherpersönlichkeiten reichte das dann nicht mehr. Für die besonders festlichen Stimmungen wurde die Schalmei zur Oboe weiterentwickelt, der dann Profis zauberhafte Klänge entlockten. Das Können der Berufsmusiker war auch erforderlich, denn das Spiel der Oboe ist nicht leicht. Mit dem Erstarken bürgerlicher Kultur und dem Ende des Barock geriet dieses Instrument denn auch bald in Vergessenheit. Das heißt nicht ganz. Hatte ein Oboist das Glück, einen Komponisten besser zu kennen, dann konnte dieser Umstand auch mal in ein „Konzert für Oboe und kleines Orchester (D-Dur)“ münden, wie jenes das Richard Strauss für seinen Freund schrieb.

Heute ist die Oboe zurück, wenn auch nicht so populär. Jedoch Musiker wie Peter Gabriel (Genesis), Art Garfunkel und Roxy Music haben dieses markant klingende Holzblasinstrument zur klanglichen Bereicherung Ihrer Werke gerne eingesetzt.