Bohemian Rhapsody

Man muss Feste feiern, wie sie fallen. Nicht immer kann man dafür ein Jubiläum abwarten. Heute ist so ein Tag. Genau heute vor 43 Jahren nämlich wurde die Bohemian Rhapsody veröffentlicht, als Auskopplung aus dem Album „A Night at the Opera.“ Getextet und komponiert wurde das Lied von Freddie Mercury. Immerhin bescherte er damit seiner Band Queen den ersten Nummer-eins-Hit. In einer Zeit, als man sich seine Musiksammlung nicht einfach aus dem Internet auf das Smartphone laden konnte, verkaufte sich die gleichnamige Single-Schallplatte weltweit über fünf Millionen Mal. Alle Achtung.
Was treibt uns nun, nicht noch 7 Jahre bis zum Goldenen zu warten? Nun, zum einen kommt dieser Tage ein Film in die Kinos, der die Geschichte dieser Musik, dieser Band und Fredy Mercurys erzählt. Zum anderen – man kann es Zufall nennen – gehört dieses Stück zu unserem Programm beim

Herbstkonzert 2018
am 25.November
in der Zehntscheuer in Bittenfeld

Musikalisch gesehen ist die Rhapsodie nicht einfach, denn sie gehorcht nicht den üblichen Grundmustern von Pop- oder Rocksongs. Und auch der Text ist bizarr bis merkwürdig. Er besitzt – ungewöhnlich in der Popmusik – keinen Refrain und auch keine Strophen. Freddy Mercury bewies sich hier nicht nur als genialer Interpret sondern auch als eigenwilliger Künstler, der die Trennung in ernsthafte und Unterhaltungsmusik nicht einfach hinnehmen wollte. Und so schuf er ein Werk, das eine klassische Linie über die Romantik eines Brahms oder Schuberts in die Rockwelt führt. Der Musikwissenschaftler Hartmut Fladt schieb dazu: „Das Ganze ist eine Liebeserklärung an die Oper des späten 19. Jahrhunderts, die aber eben mit inszeniert wird. Das Lied ist ein sehr intelligentes Stück postmoderner Pop-Kultur.“
Anhörenswert ist diese Musik allemal. Aber im Unterschied zur Plattenaufnahme, die damals in fünf Tonstudios gemacht wurden, die allein für das Wort Galileo 3 Wochen brauchte, und die deshalb etwa 45.000 £ kostete, werden wir das Stück zwar ohne Gesang doch live nach Bittenfeld in die Zehntscheuer bringen.

Nur selber erleben bereichert.