„In den Bayreuther Festspielen wird der Beginn jedes Aktes mit einer Fanfare der Blechbläser eröffnet, die dem folgenden Akt entnommen ist.“ weiß Friedrich Herzfelds Lexikon der Musik zu berichten. Genauso ist es, soll es feierlich und würdevoll sein, dann kündigen Fanfarenklänge das Besondere an.
Auch bei unserem
Herbstkonzert
am 20.November
steht ein Stück im Programm, bei dem Fanfaren eine recht bildgebende Rolle übernehmen, indem sie den Zuhörern helfen, sich in die sagenhafte Welt einer Burg auf der immergrünen Insel hineinzuversetzen. Um es aber gleich vorwegzunehmen, der Musikverein „Frei Weg“ hat gar keine Fanfaren in seinem Instrumentenbestand. Dieser Part wird folglich von den Trompeten übernommen. Das ist kein Stilbruch, denn Fanfaren und Trompeten sind eng miteinander verwandt. Wenn man es genau nimmt, sind Fanfaren eigentlich ventillose Urtrompeten. Erst vor ca. 250 Jahren trennten sich die Entwicklungswege beider Instrumente. Aber noch heute macht das Synonym Heroldstrompete auf die lange gemeinsame Geschichte aufmerksam.
Bemerkenswert an dieser Stelle ist noch die Herkunft des Wortes Fanfare. Ursprünglich bezeichneten nämlich Araber einen Menschen als „farfar“, wenn er geschwätzig war. Daraus entwickelte sich das spanische Wort „fanfarrón“ für Krakeeler beziehungsweise Prahler. Mit der Übernahme französischer Zeremonien und Sitten der Hofhaltung in unsere Gefilde kam dieser Begriff schließlich auch in die deutsche Sprache, nun allerdings im Sinne eines Ausrufers. Dabei ist es geblieben. Fanfaren kündigen an. Lassen Sie sich überraschen, was beim Herbstkonzert folgen wird.
