Opi, Opern, neue Wege

Die Opern dieser Welt, sie werden heutzutage wohl mehrheitlich von den kulturinteressierten Silver Agern besucht. Es sind die Omas und die Opas, die die Zeit und Geduld aufbringen, sich Bühnenwerke in Echtzeit zu Gemüte zu führen, die mehrere Stunden dauern. Und das ohne die Möglichkeit weniger interessante Passagen zu überspringen oder zwischendurch den Clip zu wechseln.

Dem großen dramatischen Format der musikalischen Klassik sind viele Konkurrenten erwachsen, zuerst leichtere Stoffe in Musicals, dann einfachere Konsummöglichkeiten in Spielfilmen und schließlich die kürzere Spieldauer der Musikschnipsel in YouTube, Instagram & Co.

Aber noch ist die Oper nicht verloren. An vielen Orten dieser Welt bemüht man sich um ihren Erhalt, unter anderem hier in Waiblingen. Dafür beschreitet man neue Wege. Eine Idee ist, junge Künstler und junges Publikum zusammenzuführen und nicht nur das fertige „Produkt“ zu präsentieren, sondern das Werden von Kunst erlebbar zu machen. So war es in der vergangenen Woche bei der 3. Internationalen Opernwerkstatt Waiblingen möglich, an 2 sogenannten öffentlichen Werkstatttagen mitzuerleben, wieviel Arbeit und Mühe investiert werden muss, bevor man auf der Bühne Erfolge feiern darf. Um möglichst zahlreiche junge Kunstfreunde zu erreichen, wurden diese Kurse auch live auf einigen Webseiten im Internet zur Verfügung gestellt.

Beim diesjährigen

Herbstkonzert
am 20.November

des Musikvereins „Frei weg“ steht zwar kein Opernstoff auf dem Programm, aber dramatische Musik haben wir dennoch zu bieten, die anpackt, mitreißt und Freude macht.

Obwohl wir uns über gut besuchte Probenabende immer freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr im Musikheim am Zipfelbach freuen, sind diese Musikstunden nicht wirklich öffentlich. Wer sich jedoch am Freitagabend im Restaurant „Bravo“ ein geeignetes Plätzchen sucht, um mit leckeren Gerichten der bosnischen Küche seinen Gaumen zu erfreuen, der kann mit gespitzten Ohren schon einen Eindruck, vom Werden eines Konzertauftritts erhaschen.

Übrigens, Fritzle fragt „Opi, was ist eine Oper?“ Der antwortet „Das ist, wenn jemand ein Messer in den Rücken bekommt, und anstatt zu sterben, anfängt zu singen.“