Musik für Zwei

Ein Blick in den Kalender verrät, dass die Mitte des Februars erreicht ist. In der zweiten Monatshälfte wird es noch hoch her gehen. Schließlich treiben die tollen Tage ihrem Höhepunkt zu und zuvor sind zudem die Wahlen zum Bundestag. Der morgige Tag allerdings ist das Gegenteil von laut. Er hat eine ganz besondere Bedeutung für Menschen, die innige Zuneigung füreinander empfinden. Die Legende erzählt vom heiligen Valentin von Rom, der das Martyrium erlitt, weil er Soldaten traute, denen das Heiraten verboten war. Der 14. Februar als Gedenktag des heiligen Valentinus wurde von Papst Gelasius im Jahre 496 eingeführt. Seit dem 14. Jahrhundert wird dieses Datum mit der romantischen Liebe verknüpft. Der Brauch schließlich, dass Liebende diese Gelegenheit nutzen, ihre Gefühle füreinander zu offenbaren, indem sie einander Blumen und Süßigkeiten schenken, ist über 200 Jahren alt. Wer nach originellen Alternativen dazu sucht, wird bei der Musik fündig. Es muss ja keine Serenade vor dem Balkon der Angebeteten sein. Dafür ist es um diese Jahreszeit ohnehin etwas zu kühl. Doch egal an welchem Ort, eine Melodie, mit der zwei Menschen etwas Gemeinsames verbinden, verfehlt ihre Wirkung nie. Probieren Sie es aus.

Bereits aus der Antike und dem Mittelalter sind Liebeslieder überliefert. Mit dem Minnesang entwickelte sich sogar eine eigene Kunstgattung. Das Menschliche aber, seine Gefühle in Musik zu kleiden, bestand und besteht über alle Epochen hinweg fort. Es gibt somit ein schier unerschöpfliches Reservoire, aus dem alle schöpfen können, die ihrem Partner oder der Partnerin Glanz in die Augen und Feuer in das Herz zaubern möchten.

Weniger rasant ist es nun auch in unseren Musikstunden geworden. Ging es bei unserem Festakt mit Csárdás, Polka und Marsch noch recht zünftig zur Sache, haben wir jetzt ruhigere Saiten aufgezogen. Nun gut, vielleicht passt diese Redensart nicht perfekt zur Blasmusik, aber der Charakter der Werke, die wir gerade für das Konzert am 29. März in der katholischen Kirche „St. Martin“ in Bittenfeld einüben, ist getragener. Es sind Stücke, für deren Ausgestaltung eine emotionale, innewohnende Musikalität gefragt ist, wie eben auch bei Liebesliedern.