Man muss kein Großmaul sein, um Amerika groß zu machen. Diesen Beweis trat die aktive Kapelle des Musikvereins „Frei weg“ am Sonntag vergangener Woche an, als sie ein breites Spektrum musikalischer Werke präsentierte, die irgendwie mit diesem Kontinent verbunden sind. Und man darf feststellen, „America is great“.
Aber der Reihe nach. Den Auftakt des Herbstkonzertes bestritt traditionell unser musikalischer Nachwuchs. Uns ist bewusst, dass nicht alle dieser jungen Menschen später in die aktive Kapelle überwechseln werden. Und doch ist es immer wieder ein Vergnügen zu hören, wie sie ihr musikalisches Talent entfalten und zu sehen, wie die Erwachsenen von Morgen in vielerlei Hinsicht reifen.
Unterstrichen wurde dies durch die öffentliche Auszeichnung der Jugendmusiker, die im Frühjahr ihre D1- bzw. D2-Lehrgänge erfolgreich bestanden hatten. Und wie es der Zufall wollte, wurde auch gleich ein Musiker, der mit beiden Beinen sowohl im Jugend- wie auch aktiven
Orchester steht, für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.
Aber es gab auch Ehrungen für die älteren Semester, die sich bereits seit Jahrzehnten für den Musikverein engagieren.
Nach der Pause beschäftigten sich die Aktiven mit Amerika, das man bereits mit einem kleinen Trick richtig groß machen kann. Wenn man sich nämlich nicht nur auf die USA beengt, sondern den ganzen Kontinent im Blick hat, vergrößert sich die Fläche auf mehr als das Vierfache und die Bevölkerung verdreifacht sich. Die kulturelle Bereicherung lässt sich erst gar nicht in Zahlen fassen.
So hinterließ der Wilde Westen in unserem Konzert seine musikalischen Spuren. Ebenso wenig fehlte eine Reminiszenz an das grandiose Temperament der Südamerikaner, speziell der Kolumbianer. Gefeiert wurden aber auch die neuen Ikonen amerikanischer Musik, die heute so allgegenwärtig sind, dass wir sie gar nicht mehr als Import verstehen.
Für viele Gäste erreichte das Konzert seinen emotionalen Höhepunkt mit der Zugabe, die gemeinsam und mit Leidenschaft von allen Musikern – jung wie alt – gespielt wurde.
Nun bleibt, Dank zusagen, an ein Publikum, das mit seiner herzlichen Unterstützung am Erfolg des Konzertes seinen Anteil hatte. Dank gilt aber ebenso den vielen fleißigen Händen, vor und hinter der Bühne und vor, während und nach dem Konzert.
