Das muss ein magischer Anfang sein. Zumindest lieben die Erfinder von Filmtiteln diese Auftaktworte. Eines der vielen cineastischen Werke, dessen Name so beginnt, kommt aus Amerika. Damit ist nicht das eine Land gemeint, dessen Präsident aktuell mit seiner Politik die halbe Welt in Wallung versetzt, sondern sein südlicher Nachbar Mexiko.
In seinem 1961 erschienen Buch „The Children of Sanchez“ untersuchte der US-amerikanische Anthropologe Oscar Lewis die sozialen Verwerfungen und gravierenden Auswirkungen der Armut anhand einer realen Familie aus dem Slum Tepito in Mexico City, der er den fiktiven Namen Sanchez gab. In Mexiko war das Buch wegen seiner Brisanz sogar einige Jahre verboten.
Die Verfilmung dieses durchaus umstrittenen Stoffes feierte 1978 beim 11. Internationalen Filmfestival Moskau seine Uraufführung. Bei der US-Premiere im November des gleichen Jahres begleitete der Hauptdarsteller Anthony Quinn den damaligen Präsidenten Jimmy Carter an seinen Platz. Heute wären sowohl das eine wie auch das andere schier undenkbar.
Für den Soundtrack zu diesem Streifen erhielt der Jazz-Flügelhornist und Komponist Chuck Mangione den Grammy für die beste Pop-Instrumentaldarbietung. Es ist ihm gelungen die latenten Spannungen, die aus dem Elend entstehen, hörbar zu machen und sie zudem mit dem so typischen mexikanischen Sound zu verbinden. Und wie das in Familien so ist, die Kinder sind eben nicht alle gleich. Wohl aus diesem Grund hat der Arrangeur Naohiro Iwai in seine Fassung ein paar wunderbare solistische Einlagen eingebaut.
Wer sich das mit eigenen Ohren anhören möchte, der ist herzlich eingeladen zu unserem
Jahreskonzert
am Sonntag, dem 23. November
in der Gemeindehalle Bittenfeld
Übrigens, am 17. Oktober 1912 wurde in Kopenhagen das Lichtspielhaus „Palads Teatret“ mit dem Stummfilm „Die Kinder des Generals“ eröffnet. Es war damals mit 3000 Plätzen das größte Kino Nordeuropas.
