Mantra

Sommerzeit ist Reisezeit.

Nachdem wir in der Ausgabe der vergangenen Woche über Bemerkenswertes aus Bittenfeld berichten durften, also aus der unmittelbaren Nachbarschaft, ist es heute wohl eine gute Gelegenheit, die Gedanken in die Ferne schweifen zu lassen. Dabei müssen wir uns nicht einmal auf die räumliche Entfernung beschränken. Wir schließen die Zeit gleich mit ein. Aus der Fülle der möglichen Ziele greifen wir etwas heraus, was Musikinteressierten gefallen muss, nämlich den Klang als Kraft. Auf diese Eingebung kamen Menschen am Indus in ungefähr jener Epoche, als am Nil Pyramiden erbaut wurden.

Ursprünglich sang oder summte man Silben, denen man eine spirituelle Energie zuschrieb. In der Sprache Sanskrit wurden diese „Klangkörper“ als Mantra bezeichnet. Ein uraltes Mantra ist die Silbe „om“. Um die erhoffte Wirkung zu steigern, wurden Mantras unablässig wiederholt. Selbstverständlich blieb es nicht bei einzelnen Silben. Mit der Zeit entstanden weihevolle Worte und sogar heilige Verse, wie das bekannte „Om mani padme hum“. Es blieb auch nicht beim Summen. In den Religionen Hinduismus und Buddhismus sowie beim Yoga können Mantras entweder sprechend, flüsternd oder singend rezitiert werden.

Geblieben sind die Idee und der Glaube an die Macht des Klangs. Die richtige Intonation ist unerlässlich für die heilvolle Wirkung. Klang und Gesang haben somit den gleichen Stellenwert wie zum Beispiel ein Tempel.

Aber egal von welcher Seite man sich der mystischen Kraft der Töne nähert. Einig sind sich alle Musik liebenden Menschen im Wissen und der Erfahrung der wundervollen Wirkung dessen, das über die Ohren unser Innerstes berührt.

Für die Musikerinnen und Musiker der aktiven Kapelle ist es deshalb Ansporn und Freude, in den kommenden Musikstunden fleißig zu üben für das

Jahreskonzert des Musikvereins „Frei weg“
am Sonntag, dem 22. November
in der Gemeindehalle Bittenfeld

Unsere Leidenschaft – Euer Vergnügen