Mozart

Der Paukenschlag des Monats liegt nun schon zwei Tage zurück. Am 27. Januar 1756 wurde Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren. Vorgestern konnte man also das 270 jährige Jubiläum dieses herausragenden Komponisten feiern.

Nanu, mag sich der Kenner wundern. Ist das mit den Vornamen eigentlich korrekt? Das ist es allemal. Das griechische Theophilus („Gottlieb“) hat Mozart nämlich später selbst in seine französische Entsprechung Amadé übersetzt, um sich bei seinen Reisen an die Höfe Europas ein passendes Image zu verleihen. Das latinisierende Amadeus wurde zu seinen Lebzeiten nur einmal offiziell schriftlich benutzt und zwar – wie könnte es anders sein – in einem behördlichen Schreiben der Niederösterreichischen Statthalterei. Von allen, die ihn mochten, wurde er zeitlebens einfach Wolfgang genannt.

Das in unseren Tagen geläufige Wolfgang Amadeus Mozart geht auf eine Entscheidung des Verlags Breitkopf & Härtel zurück, der die erste Gesamtausgabe seiner Werke veröffentliche. Im Zeitgeschmack des Jahres 1876 war nämlich alles Französische verpönt. Aus diesem Grund ersetzte man das bis dahin gebräuchliche Amadé durch das wissenschaftlicher klingende Amadeus. Dass aber selbst der Vorname Wolfgang in den Hintergrund tritt, hat dagegen wohl eher mit dem Hit „Rock Me Amadeus“ des österreichischen Musikers und Sängers Falco zu tun. Übrigens ist es bis heute das einzige deutschsprachige Lied, das es an die Spitze der US-Billboard-Charts schaffte.

Nebenbei, der Name Theophil genießt in unserem Orchester einen recht sympathischen Klang.

Doch Namen sind nur Schall und Rauch. Wichtig allein ist die Musik dieses Genies. Sie erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. 

Auch wenn wir uns aktuell in unseren Proben nicht mit Mozarts Werken beschäftigen, machen sie immer Spaß. Jede und jeder ist herzlich eingeladen zu unseren Musikstunden immer freitags von 20 bis 22 Uhr.