Im Heimatland der Polka unterscheidet man Spielarten nach den zwei Landesteilen Mähren und Böhmen.
Während die böhmische Polka eher gemütlich, rund und getragen klingt, mit oft volksliedhaften Melodien, ist die mährische Schwester lebhafter und virtuoser. Ihr Rhythmus ist stärker synkopiert und die Melodik reich verziert. Die böhmische Version ist typisch für viele Blaskapellen mit dem „klassischen“ Polka-Sound. Das mährische Pendent ist für die Spielenden anspruchsvoller, bietet aber auch die Möglichkeit mit virtuosen Läufen – besonders mit Klarinetten, Trompeten oder Flügelhörnern – zu brillieren.
Doch grau ist alle Theorie. Lebendig wird jegliche Musik erst beim Spielen. Und so widmeten die Musikerinnen und Musiker unseres Vereins den vergangenen Samstag komplett der Verfeinerung ihres Stilss in dieser Tanz- und Unterhaltungsmusik.
Unter der launigen Anleitung Rüdiger Rufs erforschten sie die Finessen jenes Sounds, wie ihn die „Egerländer Musikanten“ so exzellent zelebrieren.
Diese Polka-Werkstatt war für alle Teilnehmenden ein Gewinn. Ganz besonderen Genuss aber hatte unser Dirigent Jürgen Burgstaller, der in der ersten Halbzeit mit dem Tenorhorn musizierte und in der zweiten an der Trompete viel Spaß hatte.
Ganz wichtig, nicht vergessen:
Generalversammlung des Musikvereins „Frei weg“
am Sonntag, 15.03.2026 um 11:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach
