Wenn man die einschlägige Literatur nach Witzen über das Fagott oder Fagottisten durchsucht, wird man kaum fündig. Vielleicht liegt es daran, dass es in der Unterhaltungsmusik selten, eigentlich gar nicht eingesetzt wird. Wer es darauf anlegt, kann ein Fagott nur in klassischen Konzerten hören. Beim Blick ins Orchester kann man es dann aber nicht übersehen. Schließlich ist das Instrument ungefähr 1,35 m hoch. Die Länge des gesamten Rohres beträgt aber ca. 2,55 m, da es aus zwei Röhren gebildet wird, die über den sogenannten S-Bogen verbunden werden. Je nach Vorlieben und Bedarf des Spielers kann dieser S-Bogen aus verschiedenen Metallen und Legierungen bestehen wie zum Beispiel Neusilber oder Messing. Doch selbst Silber, Gold und sogar Platin wurden dafür schon verwendet. Ähnlich wie beim Geigenbogen ist die Suche nach dem S-Bogen, der perfekt zum Fagott passt, oft sehr langwierig. Fagottisten besitzen meist mehrere S-Bögen in verschiedenen Längen, um das Instrument grob zu stimmen.
Für alle, die es weniger in Konzertsäle zieht, die dafür lieber ins Museum gehen, sei ein Gemälde empfohlen, in denen ein Fagott und sein Spieler eine vordergründige Rolle spielen, fast möchte man meinen, ein Solo. Gemalt hat es Edgar Degas. Zu sehen ist es im Musee d’orsay in Paris. Wer nicht ganz so weit reisen will oder kann, der möge wenigstens Frankfurt am Main in Erwägung ziehen. Das dortige Städelmuseum schätzt sich glücklich, ebenfalls einen Degas zu besitzen und zwar „Die Orchestermusiker.“
Aber wir schweifen ab. Hier nun endlich wenigstens ein Witz zu dem Thema:
„Kontrafagottisten sind fanatische Musiker. An einer Stelle hat ein Kontrafagottist tatsächlich mal einen Ton zu spielen. Er meldet sich deshalb und fragt den Dirigenten, wie der Ton klingen sollte. Er spielt einen Ton vor: „ooooooorb“ oder so „oooooorrrrb“? – „Eigentlich egal“, sagt der Dirigent, „aber ziehen Sie bitte danach die Spülung!“
Das lässt sich kaum steigern? Oder wie ist die Steigerung von Fagott – Forget – Forget it?
Naja wir können uns diese Scherze leisten. Bisher hatten wir keinen Fagottisten bei uns im Musikheim zu Gast.
Doch falls mal einer kommt, so ist er herzlich eingeladen, mit uns zu musizieren, wie übrigens jeder, der das hier liest und Freude am Musikmachen hat.
Musikstunde der aktiven Kapelle
freitags von 20:00 bis 22:00 Uhr
im Musikheim am Zipfelbach
